Bonus-Malus- System bei der Milch: Quotendisziplin gehört belohnt

Die meisten Milcherzeuger sind sich einig, dass der Milchpreis nur steigen kann wenn weniger Überschüsse den Markt belasten. Das Bonus- Malus System gilt mittlerweile schon als Geheimtipp unter den Experten.
Überlieferung wird teuer, Quotendisziplin wird belohnt. Das ist vereinfacht gesagt die Idee hinter dem Bonus-Malus-System.
Überlieferung wird teuer, Quotendisziplin wird belohnt. Das ist vereinfacht gesagt die Idee hinter dem Bonus-Malus-System.
Viele Milcherzeuger sind sich schon einig: Der Milchpreis kann nur dann wieder steigen, wenn weniger Überschüsse auf den Markt drücken. Der Bauernverband in Westfalen-Lippe entwickelte hier ein neues System um diese Ziele zu erreichen. Durch Mengenreduktion den Preis zu erhöhen. Mittlerweile findet das Malus-Bonus-System vor allem in Deutschland, immer mehr Anhänger. Grundsätzlich ist dieses System aber überall dort anwendbar, wo es eine Milchquote, oder quotenähnliche Begrenzung (Schweiz) gibt.

Diejenigen die sich an die Quote halten, werden belohnt. Und zwar auf Kosten derer, die ihre Quote weit überliefern und damit den Markt belasten. Menge runter, Milchpreis rauf. Malus heißt Abschlag und Bonus heißt Zuschlag.
Mit dem Bonus-Malus-System wird das Überliefern weniger attraktiv, dadurch sinkt die Anlieferungsmenge, der Milchmarkt wird entlastet der Milchpreis steigt. Sollten einige Landwirt doch stark überliefern, profitieren die Berufskollegen, die sich an die Quote halten.

Autor: Angelika KONRAD, Graz


Aktualisiert am: 09.05.2006 11:11
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