Bodenbearbeitung vor der Saat

Die Vorbereitung auf die nachfolgende Aussaat beginnt bereits unmittelbar nach der Getreideernte. Mit einer schonenden Bodenbearbeitung im Herbst kann der Grundstein für ein erfolgreiches Getreidejahr gelegt werden.
In diesem Jahr sollte der Schwerpunkt der Bodenbearbeitung auf die Einarbeitung von Ernterückständen gelegt werden.
In diesem Jahr sollte der Schwerpunkt der Bodenbearbeitung auf die Einarbeitung von Ernterückständen gelegt werden.
In diesem Jahr muss der Schwerpunkt der Bodenbearbeitung auf die intensive Einarbeitung von Ernterückständen, vor allem von Maisstroh gelegt werden. Stroh und Ernterückstände müssen gleichmäßig verteilt sein, bevor sie mit Erde vermischt werden. Der erste Arbeitsschritt sollte nicht zu tief erfolgen, damit das Ausfallgetreide ankeimen kann. Nach fünf bis sieben Tagen soll dann der zweite Arbeitsgang je nach Strohmenge etwas tiefer (10–15 cm) erfolgen, um das Stroh mit genügend Erde zu vermischen. Ein feinkrümeliger Saathorizont speichert nachfolgende Niederschläge und gibt das Wasser langsam ab.
Haben Kulturführung oder Ernte zu Strukturschäden geführt, so sollte bei Trockenheit nach dem ersten flachen Bearbeitungsgang eine tiefere Lockerung durchgeführt werden. Diese Lockerung sollte mit schmalen Scharen erfolgen. Danach muss der Boden wieder angewalzt werden, damit er nicht austrocknet.

Stoppelbearbeitung nach Weizen
Nach der Weizenernte ist für eine ordentliche Strohrotte und eine Vernichtung des Ausfallgetreides zu sorgen. Dazu muss das Stroh gleichmäßig verteilt sein. Eingearbeitete „Strohmatten“ führen bei der Folgekultur zu Durchwurzelungsproblemen. Die erste, flache Stoppelbearbeitung mit Scheibenegge oder Flachgrubber sollte unmittelbar nach der Ernte erfolgen und dient dem Ziel, das Ausfallgetreide zum Ankeimen zu bringen. Durch einen zweiten, tieferen Bearbeitungsschritt etwa eine Woche später werden die Keimlinge zerstört und das Stroh gut mit Erde durchmischt. Eine ca. 15 cm tiefe Bodenbearbeitung gewährleistet bei trockenem Boden eine gute Durchmischung des Saathorizonts, was sich positiv auf den Aufgang der Nachfrucht auswirkt. Strukturschäden können nur bei sehr trockenen Bedingungen mittels Tiefgrubber behoben werden. Die schmalen Schare sorgen bei ausreichender Trockenheit in der Verdichtungszone für ein Aufbrechen der Verdichtungen. Danach muss unbedingt eine Rückverfestigung erfolgen, damit wieder ein Kapillarschluss erreicht wird und der Boden nicht austrocknet.


Aktualisiert am: 23.08.2013 09:55
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