Bodenbearbeitung nach Getreide und Raps

Die Bodenbearbeitung nach der Ernte erfüllte mehrere Funktionen. Einerseits fördert sie das Auflaufen von Ausfallgetreide, andererseits kommt es durch die Durchmischung von Stroh mit Erdreich zu einer zügigeren Strohrotte.
Erst nachdem Ausfallraps aufgegangen ist, sollte nach Raps die Bodenbearbeitung erfolgen.
Erst nachdem Ausfallraps aufgegangen ist, sollte nach Raps die Bodenbearbeitung erfolgen.
Unmittelbar nach der Rapsernte kann in den meisten Fällen auf eine Bodenbearbeitung verzichtet werden. Die Auflaufrate von Ausfallraps ist ohne Bearbeitung zumeist höher, weil keine Körner vergraben werden. Spätestens wenn der Ausfallraps zwei Laubblätter hat, sollte eine flache Bodenbearbeitung durchgeführt werden. So wird die so genannte grüne Brücke für Fruchtfolgekrankheiten unterbrochen.
Bei Getreide hingegen hat sich eine sofortige, flache Bodenbearbeitung mittels Grubber bewährt. Dies fördert zum einen das Auflaufen von Ausfallgetreide und Unkrautsamen und leitet zum anderen durch die Durchmischung mit Erde die Strohrotte ein. Eine zweite, etwas tiefere Bodenbearbeitung sollte durchgeführt werden, sobald Getreide aufgelaufen ist.
Eine tiefe Bodenbearbeitung mittels Tiefgrubber mit schmalen Scharen zum Aufbrechen von Verdichtungen ist nur bei sehr trockenen Bodenverhältnissen sinnvoll. In diesem Fall muss aber unbedingt nach der Tiefenlockerung rückverfestigt werden. Damit ist wieder ein Kapillaranstieg möglich und der Boden trocknet nicht aus.

Ein Kurzvideo zu diesem Thema finden Sie hier.

Aktualisiert am: 23.07.2012 17:25
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