Boden bald wertvoller als Öl?

Steigende Bevölkerungszahlen reduzieren die verfügbare Fläche für Nahrungsmittelproduktion pro Person, auch die Wasserressourcen sinken nicht nur rechnerisch bedingt. Umso wichtiger ist es, die knapper werdenden Reserven nachhaltig zu nutzen und zu sichern.
Es werden weltweit genug Lebensmittel produziert, Hunger ist keine Frage der globalen Landwirtschaft. Begrenzend wirken nicht Produktionskapazitäten, sondern Kaufkraftmangel.
Es werden weltweit genug Lebensmittel produziert, Hunger ist keine Frage der globalen Landwirtschaft. Begrenzend wirken nicht Produktionskapazitäten, sondern Kaufkraftmangel.
Schätzungen der FAO gehen davon aus, dass mit den derzeitig in der Landwirtschaft angewendeten Verfahren und den vorhandenen natürlichen Ressourcen rund 12 Milliarden Menschen problemlos ernährt werden könnten. Ausreichend Nahrungsmittel gibt es schon heute, aber ungenügende Verteilung, fehlende Kaufkraft und schlechte Infrastruktur, ungerechte Landverteilung, Kriege und Korruption führen zu dieser Katastrophe: 980 Millionen Menschen hungern und sind vom Hungertod bedroht.
Andererseits sind 1 Milliarde Menschen übergewichtig. 40 % einer jeden Ernte weltweit gehen verloren. 30-40 % aller Lebensmittel in den Industriestaaten werden weggeworfen.
Zur Sicherung der Ernährungsgrundlagen und der Energiegewinnung bei Klimawandel, wachsender Bevölkerung und neuer Ernährungsgewohnheiten brauchen wir Innovation und Effizienzsteigerung, Ertragssicherung und Ertragssteigerung.

Wie die Faktoren Boden und Wasser und auch der Gedanke der Nachhaltigkeit die weitere Entwicklung der Landwirtschaft und auch des Hungers in der Welt beeinflussen können, lesen Sie in Ausgabe 24 des fortschrittlichen Landwirts auf den Seiten 6-7.

Autor: Hermann KROLL-SCHLÜTER, Staatssekretär a.D., Präsident des Internationalen Ländlichen Entwicklungsdienstes (ILD) Vorstandsmitglied des Ökosozialen Forums Europa


Autor:
Aktualisiert am: 02.12.2010 13:47
Landwirt.com Händler Landwirt.com User