Blühflächen und Zweinutzungsflächen dürfen wegen Trockenheit genutzt werden

Durch die geringen Niederschlagsmengen im Winter und Frühling ist es zu beträchtlichen Ertragsausfällen im Grünland und beim Futterbau gekommen. Nun dürfen Blüh- und Zweinutzungsflächen genutzt werden.
Blühflächen dürfen wegen der Trockenheit genutzt werden.
Blühflächen dürfen wegen der Trockenheit genutzt werden.
Sieben Bundesländer haben einen Antrag auf vorzeitige Nutzung der sogenannten "Blühflächen auf Ackerland" beziehungsweise "Zweinutzungsflächen auf Grünland" im Rahmen des Umweltprogramms ÖPUL gestellt. Die einzelnen Anträge und Begründungen wurden am 15.06.2011 an die Europäische Kommission übermittelt. Nach Vorliegen eines nunmehr positiven Antwortschreibens der Kommission hat das Landwirtschaftsministerium mit Erlass vom 04.07.2011 eine Regelung dazu getroffen.

Folgendes ist zu beachten
Die Kulturart "Blühfläche", die im Rahmen der Maßnahme "Umweltgerechte Bewirtschaftung von Acker- und Grünlandflächen" (UBAG) im Ausmaß von zumindest 2 % verpflichtend anzulegen ist, kann ab 04.07.2011 ein- oder mehrmals genutzt werden. Alle anderen Förderungsvoraussetzungen (zum Beispiel Düngeverbot) sind jedoch einzuhalten. Die Freigabe bedeutet nicht, dass Blühflächen, bei denen keine Nutzung vorgesehen ist, vorzeitig gehäckselt oder abgemäht und der Aufwuchs liegen gelassen werden dürfen. "Zweinutzungsflächen" im Rahmen der Maßnahmen "Biologische Wirtschaftsweise", UBAG
und "Mahd von Steilflächen" dürfen ab sofort ein drittes Mal gemäht werden. Die Düngebeschränkung ist jedoch entsprechend der Zweifachnutzung einzuhalten.

Diese Ausnahmen gelten ausschließlich auf Flächen in den Bundesländern Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark und Tirol. Die Regelung ist nur für das Antragsjahr 2011 gültig. Bei allen anderen Maßnahmen (z.B. Naturschutz) sind keine
Ausnahmeregelungen vorgesehen und es gelten die Auflagen unverändert. Die Nutzung von "Blühflächen" und die dritte Nutzung von "Zweinutzungsflächen" müssen der AMA schriftlich gemeldet werden. Auf den betroffenen Flächen (Schlägen) wird bei den genannten
Maßnahmen im Antragsjahr 2011 keine Prämie gewährt. Eine bereits vor dem 04.07. erfolgte Nutzung kann durch die nunmehrige Freigabe nicht legitimiert werden.

Details zu dieser Regelung sind einem Informationsblatt der AMA zu entnehmen, das sie hier zum Download finden.


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Aktualisiert am: 06.07.2011 16:32
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