Blauzungenkrankheit: 60% des Vorarlberger Viehs geimpft

In Vorarlberg sind bereits rund 60% des gefährdeten Viehs gegen die Tierseuche Blauzungenkrankheit geimpft. Das Ländle erhielt wegen seiner Nähe zu Deutschland, wo sich die von einer Mückenart übertragene Krankheit immer weiter ausbreitet, im Juli als eines der ersten Bundesländer den vom Ministerium bestellten Impfstoff.
Insgesamt müssen in Vorarlberg rund 50.000 Stück Vieh, davon 30.000 Rinder, geimpft werden, teilte heute Agrarlandesrat Erich Schwärzler mit.
Die erste Teilimpfung habe ein Großteil der Tiere in den Talbetrieben und auf Alpen in niederen und mittleren Lagen hinter sich, so Schwärzler. Die zweite Injektion erfolge wenige Wochen nach der ersten. "Derzeit fehlt uns noch das Jungvieh auf den Hochalpen, aber in höheren Lagen besteht für die Tiere keine Gefahr einer Ansteckung", erklärte der Landesrat laut APA. Daher wolle man mit der Impfung bis zum Abtrieb im Herbst warten.
Über das gute Fortschreiten der Impfaktion, die im Herbst beendet werden soll, sei er sehr froh, betonte Schwärzler. Die Impfung sichere auch den Viehabsatz für die Landwirte im Herbst, was aus wirtschaftlicher Sicht wichtig sei. So gehörten die zum Verkauf vorgesehenen Tiere zu den ersten, die geimpft wurden. Die Kosten für den Impfstoff trage zu rund 80% der Bund, zu 20% das Land, so Schwärzler. Bei der Immunisierung handle es sich um eine "wichtige Vorsichtsmaßnahme". Die Tests an Überträgermücken in Vorarlberg seien weiter virusnegativ.

(AIZ info)


Aktualisiert am: 18.08.2008 10:56
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