Blauzungen-Hotline gut angenommen

Erste Bilanz der Hotline zur Blauzungenkrankheit Rund 30 Anrufer am ersten Tag. Todesursache bei Eugendorfer Kuh: Leberschaden.
Um alle besorgten Salzburger zu beruhigen: Die Todesursache jener Eugendorfer Kuh, die in den vergangenen Tagen im Mittelpunkt des medialen Interesses stand, war ein Leberschaden. Ein Zusammenhang mit der Impfung gegen die Blauzungenkrankheit ist nicht gegeben. Das sind die wichtigsten Aussagen des offiziellen Befundes, wie Landesveterinärdirektor HR Dr. Josef Schöchl bestätigte.

Die häufigsten Fragen und Antworten
Rund 30 Anrufer haben am ersten Tag die auf Initiative von Landesrat Sepp Eisl eingerichtete Hotline der Landesveterinärdirektion zur Blauzungenkrankheit kontaktiert. Konsumenten wollten vorwiegend wissen, ob es im Fleisch oder in der Milch Rückstände von der Impfung gegen die Blauzungenkrankheit gibt. Antwort: Weder die Krankheit selbst noch die Impfung stellen eine Gefahr für die Menschen dar.

Weiters haben Landwirte angerufen, die sich über die Konsequenzen einer Nichtimpfung informiert haben. Antwort: Eine Nichtimpfung hat mehrere Folgen: Zum einen sind nichtgeimpfte Tiere stark gefährdet, sich mit der Blauzungenkrankheit anzustecken. Zum anderen bedeutet das, dass diese Tiere nicht mehr frei gehandelt werden können, also massive wirtschaftliche Verluste für die Bauern.

Weitere Fragen gab es nach dem Prozedere, sollten Impfschäden auftreten, und nach den Auswirkungen für den Bio-Status einzelner Höfe.

Antwort: Zum Prozedere ist klar zu sagen, dass bei Auftreten von Krankheitssymptomen unterschiedlichster Art der Amtstierarzt zu kontaktieren ist. Dieser kümmert sich dann um die Befundung, damit rasch festgestellt werden kann, woran das Tier erkrankt ist. Eine Impfung gegen die Blauzungenkrankheit gefährdet den Bio-Status von Biobauern nicht.

Hotline besteht weiter
"Ich bin überzeugt, dass die Einrichtung dieser Hotline richtig war. Jeder, der Sorgen oder Fragen hat, kann sich hier direkt an die Experten wenden. Viele offene Fragen können auf kurzem Weg beantwortet werden, Unsicherheiten können ausgeräumt werden. Wir werden auch weiterhin intensiv über die Blauzungenkrankheit und über die Impfung informieren und hoffen, dass wir auch jene, die momentan an der flächendeckenden Impfung zweifeln, überzeugen können, dass dies zum Wohl ihrer Tiere passiert", so Eisl nach dem ersten Tag der Hotline.

Haben Sie Fragen? Die Nummer der Hotline lautet: 0662 8042-3638


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Aktualisiert am: 18.12.2008 12:58
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