Biomilchbauern beraten länderübergreifende Strategien

Unter der Leitung von Ernst Halbmayr, Vorstand Bio – Austria und Vorsitzender des Bundesausschusses für Bio- Milch und Rüdiger Brügmann, Koordinator für Biomilch von Bioland Deutschland, trafen sich die Biomilchsprecher sämtlicher heimischer und bayerischer Molkereien vor kurzem im bayrischen Bergen.
Gute Nachfrage – aber Preis hinkt nach

Die verfügbare Bio-Milch wird diesseits und jenseits der Grenze, soweit wirtschaftlich vertretbar, zur Gänze gesammelt. Obwohl Bio-Milch überall knapp ist, steigen die Preiszuschläge nicht an, kritisiert der Rat der Biomilchbauern. Und es sei klar, warum das so sei: Es gäbe nämlich einige Molkereien, darunter die österreichische Berglandmilch, die Pinzgauer Molkerei, und die Alpenmilch, die den Biobauern um cirka 4-6 Cent netto ( Grundpreis +Bio-Zuschlag) weniger als andere österreichische Molkereien auszahlten.

Dadurch hätten diese schwarzen Schafe unter den Molkereien riesige Vorteile am Markt, so die Biomilchsprecher.

Es sei aus bäuerlicher Sicht nicht einzusehen, dass diese Molkereien diesen Preisvorteil schamlos auf Kosten aller Bio-Milch Lieferanten und der anderen Molkereien ausnutzten.

Gemeinsame Länder übergreifende Strategie:

Wenn der Bio-Milch Preis für alle nicht demnächst steigt, wollen die Biomilchlieferanten die Gründung von Bio-Milch Liefergemeinschaften ins Auge fassen. Damit würden gemeinsam klare Schritte gesetzt, um geschlossen gegenüber allen Molkereien auftreten zu können.

Weitere Treffen dieses Rates für 2006 sind schon fixiert.

Kontakt: halbmayr@aon.at

Die deutschen und österreichischen Biomilch-Sprecher trafen sich zu Beratungen in Bayern.
Die deutschen und österreichischen Biomilch-Sprecher trafen sich zu Beratungen in Bayern.



Aktualisiert am: 06.09.2006 08:42
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