Biomasseproduktion in Biogasanlagen

Unkraut in Biomassekulturen wird landläufig als nicht bekämpfungswürdig angesehen, da es ebenfalls zur Gasproduktion beitragen könne. Eine Versuchreihe kommt zu anderen Ergebnissen.
Das wesentliche Problem des Versuchsjahres 2006 war die kühle Witterung. Die gewünschte Pflanzenanzahl je Quadratmeter wurde daher häufig nicht erreicht.
Das wesentliche Problem des Versuchsjahres 2006 war die kühle Witterung. Die gewünschte Pflanzenanzahl je Quadratmeter wurde daher häufig nicht erreicht.
Mais und Hirse waren auch heuer, wie im Jahr 2005, die interessantesten Kulturen für die Biomasseproduktion für Biogasanlagen. Der Unkrautbekämpfung kommt in der Biomasseproduktion eine gravierende Bedeutung zu. Ertragsausfälle bis zu 35 % waren in den Versuchen möglich. Der Grund liegt schlicht und einfach darin, dass Unkräuter und –gräser vorzeitig ihre Biomasseproduktion einstellen und in der Jugend wettbewerbsfähiger sind, sodass Wasser und Nährstoffe für die Hauptkultur fehlen.

Für Grenzstandorte und als Zweitfrüchte sind Sudangräser nach wie vor eine Überlegung wert. Bei Biomassesonnenblume sind die Methanhektarerträge überzeugend, aber die Siliertechnik muss hier noch optimiert werden. Neben Hirse zeigen Sudangräser eine ausgezeichnete Trockenheitstoleranz, wie bei Versuchen auf Schotter in der Steiermark gezeigt werden konnte.

Abschließend sei noch auf das neue ÖPUL 2007 hingewiesen, wo Hirsen und Sudangräser nicht mehr zu Mais und Getreide zählen.

Autoren: Dr. Johannes ROBIER, Josef PFERSCHER, Dr. Karl MAYER, Versuchstätigkeit des Landes Steiermark und Landeskammer f. Land- und Forstwirtschaft Steiermark


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Aktualisiert am: 20.12.2006 16:06
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