Biomasse-Heizwerk Rotholz eröffnet

Die Bioenergie Tirol hat in Rotholz ein Biomasse-Vorzeigeprojekt umgesetzt. Das Modellprojekt versorgt die Landwirtschaftliche Landeslehranstalt (LLA) und die Bundesanstalt für alpenländische Milchwirtschaft (BAM) mit Wärme aus heimischem Holz.
LHStv Anton Steixner, GF Klaus Flörl/BioEnergie Tirol und NR Hermann Gahr/BioEnergie Tirol setzen auf Wärme aus Holz.
LHStv Anton Steixner, GF Klaus Flörl/BioEnergie Tirol und NR Hermann Gahr/BioEnergie Tirol setzen auf Wärme aus Holz.
Am 5. Dezember wurde das neue Biomasse-Heizwerk in einem Festakt eröffnet. Wurden bisher alle Gebäude der LLA Rotholz mit Energie aus Erdöl beheizt, so ist nun ein modernes und schadstoffarmes Biomasse-Heizwerk in Betrieb gegangen. Rund 400.000 Liter Heizöl wurden durch CO2-neutrale Wald- und Sägerestholzprodukte aus der Region ersetzt.

Einsparung von 1.100 Tonnen CO2 in Rotholz
„Es ist höchst an der Zeit, heimische Energieträger zu nutzen. Holz nimmt hier eine bedeutende Rolle ein.“, ist Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Steixner überzeugt.
Die LLA Rotholz hat die Zeichen der Zeit erkannt. „In einer landwirtschaftlichen Schule liegt der Umstieg auf den heimischen Rohstoff nahe“, ist NR-Abg. Hermann Gahr, Obmann der BioEnergie Tirol, überzeugt: „Das Holz wächst in der Nähe des neuen Heizwerkes und ortsansässige Waldbesitzer erzielen dadurch ein Einkommen.“

Heimische Energieträger stärken
Die BioEnergie Tirol forciert die Errichtung weiterer Biomasse-Heizwerke kleiner bis mittlerer Größenordnung. „Tirol hat jetzt die Chance, durch gezielte Nutzung von erneuerbaren Rohstoffen langfristig vollkommen von Öl und Gas wegzukommen“, ist Landeshauptmann-Stellvertreter Steixner überzeugt. Das erklärte Ziel ist die Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen. Auch für Gahr liegt die Zukunft der Energieversorgung Tirols in heimischen Rohstoffen: „Wir müssen in Tirol zu einem vernünftigen Energiemix kommen und aus wirtschaftlichen und ökologischen Überlegungen auf heimische, erneuerbare Ressourcen setzen.“

In Rotholz wurde das Projekt von der Bioenergie Tirol geplant und errichtet; Partner sind das Land, der Bund, die Landwirtschaftliche Fachschule Rotholz und die Bundesanstalt für Alpenländische Milchwirtschaft. Innovative Besonderheit der Anlage sind die Pufferspeicher, die 24 Stunden lang für einen optimalen Ausgleich zwischen Wärmeerzeugung und Wärmebedarf der Kunden sorgen. Weitere Biomasse-Heizwerke der BioEnergie gibt es in Gries am Brenner und in St. Ulrich am Pillersee. Projekte in Leermos, Bad Häring und Achenkirch befinden sich in der Planungsphase.


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Aktualisiert am: 29.01.2009 09:15
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