Biomasse-Aktionsplan

Oberste Priorität des Aktionsplanes: Biomasse effizient nutzen. Aktionsplan sieht vor, dass in Europa Biomasseeinsatz bis 2010 mehr als verdoppelt werden soll.
"Der kürzlich von der EU-Kommission vorgelegte europäische Biomasse-Aktionsplan setzt ehrgeizige Ziele für den Umbau des Energiesystems und die Ausweitung der Bioenergie in Europa. Konkret soll bis 2010 der Biomasseeinsatz europaweit von 4 auf 9 Prozent mehr als verdoppelt werden“, betonte der Präsident des europäischen Biomasseverbandes anlässlich der jüngsten Vorstandssitzung, die übrigens erstmals im neuen "Haus der erneuerbaren Energien“ in Brüssel stattfand. Und weiter: „Oberste Priorität dabei muss es sein, Biomasse effizient zu nutzen.“

Der vorgelegte Biomasseaktionsplan sieht vor, dass jedes Mitgliedsland einen nationalen Biomasseplan vorlegt, der auf die regionalen Gegebenheiten des Biomasseaufkommens und der Energienachfrage eingeht.

Biomasse für Wärmeerzeugung forcieren.

"Die Ziele des Aktionsplanes können nur erreicht werden, wenn es zu einer wesentlichen Beschleunigung im Ausbau der Bioenergie kommt. Dazu sind neue ökonomische Anreize notwendig. Daher begrüße ich ausdrücklich, dass die EU-Kommission auf Betreiben des EU-Parlaments bis Ende Juni eine EU-Wärme-Richtlinie vorlegen wird. So kann die Wärmeerzeugung aus Biomasse forciert werden“, betont Kopetz.

Nach Ansicht des Europäischen Biomasseverbandes (Aebiom) wird im Biomasseaktionsplan die Bedeutung des Wärmesektors unterschätzt. "Gerade der beschleunigte Umbau der Wärmeversorgung Richtung Biomasse-Solarthermie-Wärmedämmung bietet enorme Chancen, CO2 zu vermeiden, die Importabhängigkeit von fossilen Energien zu verringern und neue Arbeitsplätze zu schaffen“, so Kopetz weiter.



EU-Präsidentschaft: Österreich soll nationalen Biomasseaktionsplan vorlegen.

In Österreich bietet die Diskussion um den Biomasseaktionsplan eine besondere Chance, schließt Präsident Heinz Kopetz: "Österreich könnte während seiner EU-Präsidentschaft einen nationalen Biomasseaktionsplan vorlegen, der den Vorgaben von Brüssel entspricht und beispielgebend für andere Länder sein könnte.“

www.biomasseverband.at


Aktualisiert am: 23.03.2006 11:28
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