Biologischer Pflanzenschutz – Internationale Tagung in Innsbruck

Mehr als 160 Teilnehmer aus über 30 Nationen werden vom 19. bis 23. Juni zur Internationalen Tagung zum Biologischen Pflanzenschutz erwartet. Es beweist, dass Innsbruck als anerkanntes Zentrum der Wissenschaft und Forschung eine bedeutende Rolle spielt.
Viele Neuheiten und Interessantes aus Forschung und Praxis bietet die Internationale Tagung zum Biologischen Pflanzenschutz.
Viele Neuheiten und Interessantes aus Forschung und Praxis bietet die Internationale Tagung zum Biologischen Pflanzenschutz.
Das Team der Uni Innsbruck rund um Dr. Hermann Strasser konnte sich aufgrund seiner fachlichen und langjährigen Kompetenz als Austragungsort der hochkarätigen Veranstaltung gegenüber zahlreichen Mitbewerbern durchsetzen. Natürlich ist auch der Bio-Standort Österreich mit der höchsten Dichte an Biobetrieben von internationalem Interesse.

Neue Pflanzenschutzstrategien
Im Mittelpunkt der Arbeitstagung stehen die Möglichkeiten der biologischen Bekämpfung von Schädlingen. Dabei bilden die neuen Regeln des integrierten Pflanzenschutz- Managements, die auf Grundlage der aktuellen EU Verordnung heuer in den Mitgliedstaaten umzusetzen sind, einen Diskussionsschwerpunkt. Mit Spannung wird auch die Vorstellung und Diskussion über neue innovative Themen erwartet z.B. der Einsatz von insektentötenden Pilzen als Endophyten – eine mögliche zukunftsweisende Pflanzenschutzstrategie? Besonders relevant - für Bauern und Konsumenten gleichermaßen – ist dabei der Drahtwurm. Wer kennt sie nicht – die durchbohrte Kartoffel – die uns jeglichen Genuss verdirbt. Neueste Erkenntnisse über die Lebensweise von Drahtwürmern und deren nachhaltige Bekämpfung beschäftigen die Wissenschaft und Praxis.

Errungenschaften der Uni Innsbruck
Die BIPESCO Team (BIologicalPEStCOntrol) Innsbruck kann auf große Erfolge bei der Entwicklung von biologischen Pflanzenschutzpräparaten verweisen. Auf Grundlage der Labor -und Feldarbeiten in enger Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Tirol wurde im Jahr 2000 erstmals das Produkt Melocont® Pilzgerste uneingeschränkt in Österreich zugelassen. Das Pilzpräparat wird heute neben Österreich auch in der Schweiz , Italien, Deutschland und Frankreich erfolgreich eingesetzt. Durch die Forschungsarbeit der Uni Innsbruck ist es gelungen, ein wirksames Mittel zur biologischen Bekämpfung der Maikäferengerlinge in der Praxis verfügbar zu haben. Die Landwirtschaftskammer Tirol hat Dr. Hermann Strasser für seinen Einsatz bei der Entwicklung der Pilzgerste das Silberne Ehrenzeichen verliehen.
LK Präsident Hechenberger: „Als Bioland Nummer eins sind wir besonders stolz, dass diese internationale Tagung in Innsbruck stattfindet. Wissenschaft und Forschung geben Hilfestellungen für die Praxis. Mit Interesse verfolge ich die Weiterentwicklungen und Innovationen im Bereich des biologischen Pflanzenschutzes.“
Weiter Informationen zu Inhalt, Teilnahme und Zielsetzung der Tagung finden Sie auf der Seite der Uni Innsbruck.

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Aktualisiert am: 31.05.2011 11:31
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