Biologische Kontrolle des Maikäfers

Mit der Melocont© Pilzgerste kann eine erfolgreiche Bekämpfung des Maikäfers im Grünland, Zierpflanzenbau, Baumschulen, Forstgärten, Acker-, Gemüse-, Obst- und Weinbau gelingen.
Mit Melocont Pilzgerste kann der Wiesen- und Waldmaikäfer biologisch bekämpft werden.
Mit Melocont Pilzgerste kann der Wiesen- und Waldmaikäfer biologisch bekämpft werden.
Der Pilz Beauveria brongniartii ist ein natürlicher Gegenspieler des Maikäfers in allen Entwicklungsstadien. Die asexuelle Sporen haften an die Wirtsoberfläche, keimen aus und dringen mit dem Keimschlauch ins Körperinnere des Wirtes. Das Insekt verendet ca. 3 – 14 Tage nach der Infektion. Nach dem Tod des Wirtes bildet der Pilz bei ausreichender Bodenfeuchte und Luftversorgung außerhalb des Insektes ein dichtes weißes Luftmyzel und besiedelt Hohlräume im Boden. Die Maikäfer infizieren sich ausschließlich durch Kontakt mit den Konidien des Pilzes. Bei einer hohen Maikäferpopulationsdichte im Boden kann sich der Pilz ausreichend durch das Verpilzen des Wirtes im Boden vermehren, so dass spätestens in der zweiten Generation die Maikäferpopulation zusammenbricht. Nützlinge, Pflanzen und Nutztiere werden vom Pilz Beauveria brongniatii nicht befallen.

Ausbringung
Gegen Maikäfer 30 – 50 kg Melocont Pilzgerste/ha während der Vegetationsperiode (maximal 3 Behandlungen pro Jahr im Abstand von 60 Tagen) mindestens 3-10 cm tief in den Boden einarbeiten. Für einen optimalen Bekämpfungserfolg wäre die Applikation des Pilzpräparates über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren sicherzustellen.

Schlitzsämaschine
Die verpilzten Gerstenkörner werden mit einer Schlitzsämaschine in eine Bodentiefe von mindestens 3 cm eingearbeitet. Im Grünland muss darauf geachtet werden, dass bei der maschinellen Pilzgerstenapplikation der Boden nicht gepflügt/umgebrochen wird. Die geschlitzten Furchen (geöffneter Boden) werden mit einer Walze, o. ä. wieder geschlossen. Die Einarbeitung kann auch händisch erfolgen. Hierfür ist die Pilzgerste mit einer Aufwandmenge von 50 g/10 m² möglichst gleichmäßig (Abstand ca. 15 cm) in den Boden einzuarbeiten (Schaufel, Spitzhacke, ...).


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Aktualisiert am: 24.06.2009 23:27

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