Biokraftstoffe in Zukunft mit Nachhaltigkeitszertifikat

Durch den Einsatz von Biokraftstoffen soll der CO2-Ausstoß bis 2020 um 6% reduziert werden. Allerdings werden nur jene biogenen Treibstoffe in der Berechnung zur CO2-Emissionenreduktion berücksichtigt, wenn diese umweltfreundlich hergestellt wurden.
In Zukunft soll der Weg vom Feld bis zur Zapfsäule genau kontrolliert werden um die Nachhaltigkeit zu garantieren.
In Zukunft soll der Weg vom Feld bis zur Zapfsäule genau kontrolliert werden um die Nachhaltigkeit zu garantieren.
Die Überprüfung einer nachhaltigen Erzeugung überlässt die EU-Kommission nicht allein den EU-Mitgliedstaaten. Weshalb für diese Aufgabe die Kommission gestern in Brüssel sieben Organisationen ausgewählt hat, deren Zertifikate europaweit gelten sollen. Es sei einfacher, sich auf die Kompetenz und Erfahrung von privaten Prüfstellen zu verlassen, als alles staatlichen Behörden zu überlassen, erklärte EU-Energiekommissar Günther Oettinger.

Nachhaltigkeitskriterien müssen erfüllt sein
Die Zertifikate garantierten, dass die Agrarrohstoffe nicht in ehemaligen Regenwäldern oder natürlichem Grünland mit einem einzigartigen Ökosystem produziert werden. Es soll dadurch auch vermieden werden, dass Energiepflanzen Nahrungsmittel auf den Feldern verdrängen, für deren Anbau an anderer Stelle erhaltenswerte Naturräume verloren gehen. ei den sieben anerkannten Zertifikaten handelt es sich um International Sustainibility Carbon Certification (ISCC), Bonsucro EU, RTRS EU RED, RSB EU RED, 2BSvs, RSBA und Greenergy. Auf französische Initiative geht das Biomass Biofuels Sustainability voluntary scheme (2BSvs) zurück. Zwei Zertifikate gelten für Bioethanol aus brasilianischem Zuckerrohr.


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Aktualisiert am: 20.07.2011 10:06
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