Bioethanol in Deutschland auf Wachstumskurs

Die Erzeugung und der Verbrauch von Bioethanol hat im ersten Halbjahr 2012 deutlich zugelegt.
Um knapp 10 % mehr Bioethanol, als noch vor einem Jahr, wurden im ersten Halbjahr 2012 in Deutschland verbraucht.
Um knapp 10 % mehr Bioethanol, als noch vor einem Jahr, wurden im ersten Halbjahr 2012 in Deutschland verbraucht.
Nach den aktuellen Verbrauchsdaten des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) belief sich der deutsche Bioethanolverbrauch im ersten Halbjahr 2012 auf nahezu 626.000 t gegenüber ca. 570.000 t im Vorjahreszeitraum. Dies ergibt eine Steigerung um 9,7%. Damit hatte Bioethanol bis Ende Juni 2012 im Benzinmarkt einen Anteil von 6,4 Volumsprozent erreicht.

Mehr Industrierüben zur Ethanolproduktion

Im ersten Halbjahr 2012 produzierten die Bioethanolanlagen in Deutschland rund 295.000 t Bioethanol aus den nachwachsenden Rohstoffen Futtergetreide und Industrierüben. Dies sind rund 51.000 t mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei war der Anteil des eingesetzten Futtergetreides zur Herstellung von proteinhaltigen Futtermitteln und gleichzeitigen Gewinnung von Bioethanol aus dem Stärkeanteil der Pflanzen rückläufig, und zwar um 2,2%. Demgegenüber erhöhte sich der Anteil von Industrierüben zur Gewinnung von Futtermitteln (Zuckerrübenschnitzel) und von Bioethanol aus dem Zuckeranteil gegenüber dem Vorjahreszeitraum besonders deutlich, er stieg um 89,2%.

„Nach der guten Zuckerrübenernte im Herbst 2011 war es absehbar, dass im ersten Halbjahr 2012 vermehrt Industrierüben, also Zuckerrüben, die gemäß Zuckermarktordnung nicht für die Produktion von Lebensmitteln zugelassen sind, für die Bioethanolherstellung eingesetzt werden“, erklärt Dietrich Klein, Geschäftsführer des Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft.

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Aktualisiert am: 20.10.2012 11:12
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