Bioenergie: Waldhackgut wärmt LFS Edelhof

Am 4. Februar wurde das neue Biomasseheizwerk der Landwirtschaftlichen Fachschule Edelhof von Landesrat Dr. Stephan Pernkopf eröffnet. In Niederösterreich gibt es bereits über 500 Biomasseheizwerke.
Landesrat Dr. Stephan Pernkopf und Direktor DI Franz Breiteneder (links von LR Pernkopf) mit den Festgästen bei der Eröffnung des Biomasseheizwerkes am Edelhof.
Landesrat Dr. Stephan Pernkopf und Direktor DI Franz Breiteneder (links von LR Pernkopf) mit den Festgästen bei der Eröffnung des Biomasseheizwerkes am Edelhof.
Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn betonte in seiner Festrede die wichtige Beispielswirkung der Landwirtschaftlichen Fachschulen in Sachen erneuerbarer Energie: „Mit dem Einsatz nachwachsender, heimischer Energieträger tragen die Fachschulen aktiv zum Klimaschutz bei und zeigen Verantwortungsbewusstsein im Umweltbereich. Zudem wird damit eine regionale Wertschöpfung erzielt, denn die Arbeitsplätze und das Einkommen bleiben im Waldviertel.“

„Die Umstellung der Wärmeversorgung am Edelhof auf den biogenen Energieträger Holz ist erfolgreich abgeschlossen“, freut sich Direktor DI Franz Breiteneder. „Das Heizwerk ist mit zwei Kesseln für den Winter- und Sommerbetrieb ausgerichtet. Zum Einsatz kommt Waldhackgut aus der Region von rund 3.400 Schüttraummeter pro Jahr“, erklärte Direktor Breiteneder. Mit der Anlage werden rund 250.000 m³ Erdgas ersetzt, wodurch ca. 476.000 Kilo Kohlendioxid pro Jahr eingespart werden.

Alle Gebäude am Edelhof werden künftig über ein 238 Meter langes Verteilernetz mit Wärme versorgt. Im Detail sind das die LFS Edelhof, die LFS Zwettl, die Berufsschule Edelhof sowie sämtliche Bürogebäude und Werkstätten. Die Baukosten betrugen rund 880.000,- Euro und jährlich sind etwa 60.000,- Euro für das Hackgut veranschlagt. Das Waldhackgut wird nach Bedarf angeliefert, wobei auch ein Pufferlager für die Versorgung mit Hackgut für zwei Wochen sorgt. Die Spitzenlast der Kesselanlage ist mit 620 kW vorgesehen. Dazu wird ein 16.000 Liter Wärme-Pufferspeicher für einen effizienten Kesselbetrieb und maximale Ausnutzung der Biomassekessel sorgen. Der Betrieb erfolgt durch die Schule selbst, womit die Bioenergieanlage auch für Schulungs- und Demonstrationszwecke genutzt werden kann.


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Aktualisiert am: 08.02.2011 14:47
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