Biobetriebe dürfen wegen Dürre konventionelles Futter zukaufen

Die EU-Bio-Richtlinie erlaubt biologisch wirtschaftenden Landwirten bei ausgeprägter Trockenheit (Dürre), wie sie heuer im Frühjahr in Österreich aufgetreten ist, den Zukauf von konventionellem Grundfutter wie Heu und Silage. Möglich ist ein Zukauf von bis zu 35% konventionellen Grundfutters ohne Ansuchen.
Wegen der langen Dürreperioden sind in vielen Regionen Österreichs die Grundfutterererträge schlechter ausgefallen.
Wegen der langen Dürreperioden sind in vielen Regionen Österreichs die Grundfutterererträge schlechter ausgefallen.
Normalerweise müsste jeder Biobauer dafür vorab ein Ansuchen stellen und die Behörde zu jedem einzelnen davon einen Bescheid erlassen. Die Salzburger Landesregierung hat eine Vorgehensweise gewählt, die den Landwirten die aufwendigen bürokratischen Schritte erleichtert. Ein Erlass ermöglicht es den betroffenen Tierhaltern 30% des benötigten Grundfutters zuzukaufen. Für besonders betroffene Betriebe im Lungau sind bis zu 35% möglich. Diese Regelung gilt nicht für Kraftfutter und andere Ergänzungsmittel, diese müsse weiterhin zu 100% biozertifiziert sein. Laut der zuständigen Abteilung der Landesregierung müsse in den kommenden Wochen mit großen Preissteigerungen bei Biofutter gerechnet werden. Sie empfiehlt daher aus ökologischer Sicht, Futtermittel in der Region zuzukaufen und nicht Biofutter über hunderte Kilometer zu transportieren.


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Aktualisiert am: 20.07.2011 14:39
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