Bio-Speisesoja: Österreich zeigt neuen Weg

Eine Initiative von BIO AUSTRIA Niederösterreich und Wien sowie BIO AUSTRIA Burgenland und der Bio-Forschung-Austria sorgt nun dafür, dass biologisches Speisesoja verstärkt in Österreich angebaut wird. Im Rahmen des „BIO AUSTRIA-Premium-Soja-Projektes“ wurde im Jahr 2008 österreichweit auf einer Fläche von rund 2.700 Hektar biologisches Speisesoja angebaut.
„Hochqualitatives, biologisches Speisesoja aus Österreich ist langfristig die einzige Antwort auf klimaschädliche Importe, die Gefährdung der Regenwälder und die Gefahren der Gentechnik. Durch unser ‚BIO AUSTRIA-Premium-Soja-Projekt’ möchten wir Speisesoja in bester Bio-Qualität sicherstellen. Mit einer Anbaufläche von 2.700 Hektar ist uns heuer ein wichtiger Schritt in Richtung absolut gentechnik-freies Bio-Qualitätssoja geglückt. In den nächsten fünf Jahren möchten wir die Anbauflächen entscheidend erweitern und österreichisches Bio-Speisesoja zu einem echten Marktfaktor machen“ – so DI Karl Erlach, Obmann von BIO AUSTIA Niederösterreich und Wien.

Wissenschaftliche Unterstützung erhält das ‚BIO AUSTRIA-Premium-Soja-Projekt’ durch die Zusammenarbeit mit der Bio-Forschung-Austria: Gemeinsame Praxisversuche geben wichtige Aufschlüsse über Sorten, ‚Beimpfung des Saatgutes’ und Kulturführung.

Bio-Soja als Weg aus der GVO-Abhängigkeit

Mit der Initiative für österreichisches Bio-Soja setzt BIO AUSTRIA Niederösterreich und Wien auch ein wichtiges Signal auf europäischer Ebene. Durch den Einsatz von Gentechnik ist Soja sowohl im Lebensmittel-Verarbeitungsbereich als auch im Futtermittelbereich stark in Misskredit geraten.

So importiert Europa derzeit Soja für die Tierfütterung mit einem GVO-Soja-Anteil von rund 90 % vor allem aus den USA, Brasilien und Argentinien. Die weltweite Produktion an GVO-Soja hat sich in den letzten 20 Jahren auf rund 227 Millionen Tonnen verdoppelt – gut 600.000 Tonnen davon gelangen jährlich nach Österreich. „Eine verstärkte, österreichische Produktion von Bio-Speisesoja, hat auch den positiven Nebeneffekt, dass die Abhängigkeit der österreichischen Viehwirtschaft von Sojaextrationsschrot-Importen für die Tierfütterung gemindert werden kann“ – so Ing. Elfriede Berger, Geschäftsführerin von BIO AUSTRIA Niederösterreich und Wien.

Ein Weg zur Gentechnik-Freiheit, der mittlerweile auch von anderen europäischen Ländern eingeschlagen wird: Denn während die Entwicklung der GVO-Sojaproduktion global zunimmt, setzt Europa verstärkt auf die biologische Produktion von Qualitätssoja.


Aktualisiert am: 06.11.2008 17:56
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