Bio-Milch: Das Angebot wächst

Bio-Milch boomt. 2017 lieferten Österreichs Milchbauern um 11 % mehr Bio-Milch als im Jahr zuvor, Bauern in Deutschland sogar um 18 %. Bei vielen Molkereien gibt es deshalb derzeit Wartelisten für Umsteiger.
Die Bio-Milchproduktion wuchs 2017 in Österreich und Deutschland zweistellig.
Die Bio-Milchproduktion wuchs 2017 in Österreich und Deutschland zweistellig.
Die guten Absatzzahlen für Milchprodukte aus biologischer Produktion und vor allem die hohen Milchpreise kurbelten in den vergangenen Jahren auch die Produktion an. Österreich ist hinter Deutschland, Frankreich und Dänemark der viertgrößte Bio-Milcherzeuger der EU. 16,4 % der Milch, die österreichische Molkereien bei ihren Lieferanten abholen, werden biologisch erzeugt. Laut Agrar Markt Austria (AMA) stieg die Menge an Bio-Milch 2017 um 11,1 % auf 526 Mio. Viele österreichische Molkereien nehmen derzeit keine Neu-Umsteller auf. Ähnlich ist die Marktlage in Deutschland. Auch hier gibt es bei zahlreichen Bio-Molkereien Wartelisten.

18 % mehr Bio-Milch in Deutschland
2017 kurbelten die deutschen Bauern ihre Bio-Milchproduktion enorm an, sie steigerten die Produktion um 18 %. Auch 2018 wird mit Wachstumsraten von 13 bis 15 % gerechnet. Deutschland ist der größte Bio-Milcherzeuger der EU. Dass die Molkereien die gestiegenen Mengen an Bio-Milch in den vergangenen Jahren mehr oder weniger problemlos am Markt unterbringen konnten, liegt am niedrigen Bio- Anteil. Nur 3 % der in Deutschland produzierten Milch ist bio, der Selbstversorgungsgrad liegt bei 70 %. Mit Abstand die meiste Bio- Milch produzieren die bayerischen Milcherzeuger.

Bio-Nachfrage wächst
Nicht nur das Angebot an Bio-Milch wächst – auch die Nachfrage. Laut RollAMA stieg 2017 der Bio-Anteil bei Trinkmilch in Österreich gegenüber dem Vorjahr um 0,6 % auf 18,5 % und bei Käse um 0,7 % auf 9,6 %. Bei Fruchtjoghurt konnte der Bio-Anteil sogar um 1,8 % auf 13,5 % gesteigert werden und bei Butter um 1,3 %. Die Bio-Frischmilchanteile im deutschen Handel stiegen 2017 laut Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) auf fast 18 %. 2016 betrug der Bio-Anteil bei Frischmilch noch 16,3 %. Auch im Januar und Februar 2018 gab es für die meisten ökologischen Milchprodukte Nachfragezuwächse. Nur Bio-Käse und Bio-Butter verzeichneten im Beobachtungszeitraum Rückgänge. Bei Butter zeigten sich 5 % kleinere Einkaufsmengen als im Vorjahreszeitraum.

Welche Auswirkung der Bio-Milchmarkt auf die Preisgestaltung in Österreich und Deutschland hat, lesen Sie in der Ausgabe 3 von LANDWIRT Bio. Bestellen Sie hier kostenlos und unverbindlich Ihr Probeheft der Ausgabe 3/2018 von LANDWIRT Bio (solange der Vorrat reicht)

Aktualisiert am: 19.05.2018 14:33
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