Bio-Markt bleibt positiv

Durchwegs positiv entwickeln sich die Bio-Märkte. Vor allem die Nachfrage nach Bio-Futtergetreide ist groß. Bio-Milch verzeichnete im Vorjahr ein Produktionsplus von über 10 Prozent.
Das Vorjahr 2017 war ein Rekordjahr bei der Anlieferung von Bio-Milch.
Das Vorjahr 2017 war ein Rekordjahr bei der Anlieferung von Bio-Milch.
Bio-Milchmarkt
Sowohl in Österreich als auch in Deutschland ist die Bio-Milchanlieferung im vergangenen Jahr auf ein neues Rekordniveau gestiegen. Während in Österreich ein Plus von 11 % gegenüber 2016 steht, nahm die Bio-Milcherzeugung in Deutschland im vergangenen Jahr sogar um 18 % zu. Gleichzeitig hat im vergangenen Jahr die Nachfrage nach Bio-Milchprodukten weiter zugenommen. Laut einer Erhebung des deutschen Verbandes Bioland bei 35 Öko-Molkereien in Deutschland lag der durchschnittliche Auszahlungspreis für ein Kilogramm Bio-Milch ohne Emmentalerzuschläge mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß ab Hof im Jahresmittel bei 49,1 Cent/kg. Das waren 0,9 Cent mehr als 2016. Wie Bioland weiter berichtete, haben die Öko-Molkereien die zuletzt deutlich gestiegenen Anlieferungsmengen gut bewältigt. Erste Preisabschlüsse mit den Liefergruppen für 2018 seien gleichbleibend oder lägen nur geringfügig unter denen der letzten Monate von 2017.
Auch in Österreich lagen die Preise 2017 auf einem ähnlichen Niveau. In Österreich ist der Bio-Milchpreis am Preis für konventionelle Milch gebunden. Die Zuschläge variieren je nach Marktlage leicht. Die jüngsten Preiskorrekturen für Rohmilch treffen die Bio-Milch stärker, auch wenn der relative Preisabstand zur konventionellen Milch weiterhin 30 % ausmacht. Etliche Molkereien nehmen derzeit keine neuen Bio-Milchlieferanten auf. Experten gehen davon aus, dass die Menge auch in den nächsten Monaten weiter ansteigen wird.

Bio-Getreidemarkt
Durchwegs gut ist die Stimmung am Bio-Getreidemarkt. Vor allem bei Futtergetreide ist so schnell nicht mit einer Entspannung zu rechnen. Vor allem in Südbayern sollen dem Vernehmen nach im ersten Halbjahr 2018 viele Milchviehbetriebe umstellen. Das schafft Nachfrage nach Futtergetreide. Zudem wird dieses Jahr weniger Bio-Ware aus Russland oder der Ukraine importiert, was sicher auch an der größeren Verfügbarkeit von inländischer Umstellungsware liegt. Die Preise (netto) in Österreich liegen derzeit innerhalb folgender Bandbreite:
• Bio-Futtergetreide: 260–300 Euro/t
• Bio-Mais: 320–350 Euro/t
• Bio-Ackerbohne: 410–450 Euro/t
• Bio-Futtersojabohne: 640–670 Euro/t
Händlern zufolge ist das Angebot an Umstellungs-Mais und Umstellungs-Sojabohne sehr groß. Vor allem bei Sojabohne zeigt sich ein großer Preisunterschied zwischen Bio- und Umstellungsware. Angebote für Umstellungs-Sojabohne um 520 Euro sind keine Seltenheit.

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Aktualisiert am: 03.03.2018 15:18
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