Bio Austria startet Informationsoffensive "Wir schauen aufs Ganze"

Im Vorfeld der Verhandlungen über eine neue europäische Agrarpolitik (GAP) nach 2013 startet Bio Austria eine mehrjährige Informationsoffensive unter dem Motto "Wir schauen aufs Ganze".
Hans-Peter Dürr (li) und Bio Austria-Obmann Rudi Vierbauch (re) stellten die Info-Offensive "Wir schauen auf`s Ganze" vor.
Hans-Peter Dürr (li) und Bio Austria-Obmann Rudi Vierbauch (re) stellten die Info-Offensive "Wir schauen auf`s Ganze" vor.
Ziel der Offensive ist die Sensibilisierung der Gesellschaft für einen neuen ganzheitlichen Blick zur Bewältigung gegenwärtiger landwirtschaftlicher Probleme. Bei der heutigen Präsentation dieser Offensive trat Bio Austria-Obmann Rudi Vierbauch für eine radikal reformierte GAP ein. Kristallisationspunkt müsse dabei die Idee des Biolandbaues als "Best Practice-Beispiel" sein.

Unterstützung von Nobelpreisträger
Unterstützung für den Auftakt ihrer Kampagne holte sich Bio Austria vom langjährigen Leiter des Max-Planck-Instituts für Physik in München, Alternativ-Nobelpreisträger Hans-Peter Dürr: "Das Ganze besteht nicht nur aus Teilen, sondern aus Beteiligten und Mitwirkenden", so Dürr. Die Landwirtschaft könne nur nachhaltig funktionieren, wenn sie von einem gesamthaften Ansatz und einem vernetzten Denken ausgehe.

Bestes agrarisches Modell für die Zukunft
"Wir sind davon überzeugt, dass in Zeiten des Klimawandels und der globalen Herausforderungen die biologische Landwirtschaft mit ihrem ganzheitlichen Verständnis das beste agrarische Modell für unsere Gesellschaft anbietet", so Vierbauch. Erhalt der Bodenfruchtbarkeit, die Ernährung mit hochwertigen Lebensmitteln, den Schutz des Wassers, die Sicherung der Biodiversität und die Pflege der Kulturlandschaften: Bei der biologischen Landwirtschaft gehts um`s Ganze.

So sollen die Informationen fließen
Die mehrjährige Informationsoffensive von Bio Austria ist einerseits als Wissensvermittlung und auf der anderen Seite als Bewusstseinsbildung und Weitergabe von Erfahrungen direkt auf den Betrieben gedacht. Rund 7.000 bis 10.000 Biohöfe werden in den folgenden Jahren mit Großtransparenten und Wandtafeln auf die Offensive aufmerksam machen. Informationsschilder und geführte Exkursionen geben ab 2011 Interessierten die Möglichkeit, eigenes Erfahrungswissen auf den Höfen zu sammeln.


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Aktualisiert am: 21.04.2010 22:22
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