Bio Austria erhebt angemessene Preise für Futtergetreidehandel von Bauer zu Bauer

Der Vorstand von BIO AUSTRIA hat gemeinsam mit Vertretern von Ackerbauern und Veredlern Erhebungen über ein jedenfalls angemessenes Preisband für den Futtergetreidehandel angestellt. Dies soll als Orientierungshilfe zur Einschätzung des Marktes dienen.
Faire und angemessene Preise wurden für Bio-Getreide festgelegt.
Faire und angemessene Preise wurden für Bio-Getreide festgelegt.
Dieses Preisband kann als maßgeblicher Anhaltspunkt für den Handel von Futtergetreide von Bauer zu Bauer dienen. Dabei handelt es sich um eine rechtlich unverbindliche Orientierungshilfe zur leichteren Einschätzung des Marktes. Ziel dieser Erhebung ist es, langfristig mehr Stabilität und weniger Volatilität im gesamten Bio-Markt zu erreichen. Deshalb kann es sein, dass diese erhobenen Preise nicht unbedingt die tagesaktuelle Markttendenz widerspiegeln, sondern Trends abzuleiten sind. Bei den Erhebungen wurde berücksichtigt, dass langfristig sowohl Lieferanten als auch Kunden von Futtergetreide und Futtermitteln unter Berücksichtigung ihrer Vollkosten einen entsprechenden Erlös für ihre Ware erzielen müssen, andernfalls wird eine kontinuierliche und gedeihliche Weiterentwicklung der einzelnen Produktionssparten nicht möglich sein.

Derzeit wurden für die Futtermittellieferungen folgende rechtlich unverbindliche Richtpreise als angemessen im Vertriebsweg zwischen Bauern erkannt (folgende Annahmen liegen zugrunde: von Bauer zu Bauer, ohne Berücksichtigung von Transportkosten, gerechnet für 25 t, exkl., ohne Aspiration, ab Station, Handelsusancen der Wiener Börse, feldfallend mit 2 % Besatz, 14 % Feuchte, alles darüber hinaus wird in Abzug gebracht):

  • Bio-Futtergerste 255,-
  • Bio-Futterweizen 240,-
  • Bio-Futtertritikale 230,-
  • Bio-Futterroggen 220,-
  • Bio-Futterhafer 220,-
  • Bio-Futtererbse 325,-
  • Bio-Platterbse 325,-
  • Bio-Ackerbohne 325,-


Bio-Austria Obmann Rudi Vierbauch dazu: „Die Ermittlung jedenfalls angemessener Preise kann als Meilenstein in der Bio-Landwirtschaft angesehen werden. Erstmals haben wir die Marktlage ganz genau sondiert und uns mit fachkundiger Unterstützung einen Überblick über die Preisbildung verschafft, woraus wir aus unserer Sicht faire und angemessene Preise ableiten konnten.“


Aktualisiert am: 02.08.2011 09:54
Landwirt.com Händler Landwirt.com User