Bienenzuchtverbände: Imker gegen Grüne Gentechnik

Koexistenz Biene und gentechnisch veränderte Organismen ist nicht möglich.
Die Imker befürchten Absatzrückgänge.
Die Imker befürchten Absatzrückgänge.
Der Flugradius von Honigbienen reicht bei Sammelflügen bis zu 5 Kilometer. Damit deckt ein Bienenvolk eine Fläche bis zu 78 Quadratkilometern. Die Struktur der Bienenhaltung in Österreich ist charakterisiert durch viele kleine und mittelgroße Betriebe, die über das ganze Landesgebiet verbreitet sind. Das garantiert die flächendeckende Bestäubung der Wildpflanzen und landwirtschaftlichen Kulturpflanzen.

Vertreibung der Imker aus Koexistenzgebieten
Die Honigbiene überträgt gentechnisch veränderte Pollen zu GVO - frei bewirtschafteten Flächen. Konventionell oder biologisch wirtschaftende Landwirte werden Imker aus solchen Gebieten vertreiben, damit ihre Kulturen nicht mit GVO Pollen kontaminiert werden. Das Fehlen von Bienen führt zu einem Bestäubungsnotstand.

Bienenwanderung wird stark behindert
Die Bienenwanderung in blühende Kulturen ist ein wesentliches Standbein einer wirtschaftlichen Imkerei. Durch den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen steht die Freizügigkeit der Bienenwanderung auf dem Spiel.

Kontamination von Honig und Bienenprodukten
Honig wird als erstes Lebensmittel ungewollt mit GVO belastet sein. Honig gilt als das Naturprodukt schlechthin. Das Auftreten von gentechnisch veränderten Substanzen im Honig wird vom Honigkunden abgelehnt und zu einem drastischen Absatzrückgang führen.
Die österreichischen Bienenzuchtverbände und die österreichischen Imker sprechen sich daher klar gegen die Ausbringung von gentechnisch veränderten Pflanzen aus und unterstützen alle Bestrebungen, die dies abwenden können, weil:
· Eine Koexistenz zwischen Bienenhaltung und gentechnisch veränderten Organismen in der Landwirtschaft nicht möglich ist.
· Beim Ausbringen von gentechnisch veränderten Organismen die Kontamination von Honig und Bienenprodukten nicht zu verhindern ist.
· Mit gentechnisch veränderten Organismen kontaminierte Bienenprodukte nicht zu vermarkten sind.

Die Bienenhaltung in Österreich unter den derzeit herrschenden Rahmenbedingungen Schaden erleiden wird.

www.biene-oesterreich.at


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Aktualisiert am: 06.03.2009 09:18

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