Betriebswirtschaftlicher Nutzen der Circovirus-Impfung

Auf dem Rheinischen Schweinefachtag stellte Heinz-Willi Boekels, Landwirtschaftskammer NRW, auf Basis von umfangreichen Betriebszweigauswertungen den betriebswirtschaftlichen Nutzen der Circovirus-Impfung vor.
Die seit 2006 bei Sauen mögliche Impfung verursachte Jahreskosten von rund 13 € je Sau bzw. 0,55 € je Ferkel, schützte aber die Ferkel maximal bis zur Mittelmast. Ein Jahr später kamen die ersten Ferkelimpfstoffe auf den Markt. Hier lag die zusätzliche Belastung bei 42,27 € je Sau und umgerechnet 1,76 € je Ferkel.

Impfschutz bei der Ferkelimpfung hält bis zum Mastende

Vorteil der Ferkelimpfung ist ein bis zum Mastende anhaltender Impfschutz. Wie der Referent an Hand der Daten des Rheinischen Erzeugerrings für Qualitätsferkel darlegte, führte bereits die Vakzination der Jungsauen – nur ein Teil der Altsauen wurde geimpft - zu einer Steigerung von 0,9 Ferkeln auf durchschnittlich 24,51 abgesetzte Ferkel/Sau/Jahr. Niedrigere Umrauschraten, größere Würfe und geringere Saugferkelverluste bescherte die Circo-Impfung den Betrieben, die alle Sauen impften. Auch in der Mast belegte Boekels den Erfolg der Impfung mit schwarzen Zahlen und bezifferte den ökonomischen Zusatznutzen durch die Circoimpfung der Mastferkel auf 1,53 €/Mastschwein. Die Totalverluste sanken, die Tageszunahmen stiegen. „Das große Plus waren dennoch nicht die höheren Tageszunahmen, sondern das deutlich frühere Räumen der Mastabteile, die nicht durch Nachzügler blockiert wurden. Hierdurch wurden die Stallplätze im Mittel 4,1 Tage früher wieder belegt.“ (Quelle: Deutsche Tierernahrung)


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Aktualisiert am: 04.01.2010 07:22
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