Betriebsprämienverkauf steuerpflichtig

Einnahmen aus der Veräußerung und Verpachtung von Zahlungsansprüchen sind mit 19 % umsatzsteuerpflichtig. Hat der Landwirt ansonsten keine Regelbesteuerungsumsätze, kann die Bagatellregelung für Pauschalierer in Betracht kommen.
Der Verkauf von Betriebsprämien unterliegt der Steuerpflicht
Der Verkauf von Betriebsprämien unterliegt der Steuerpflicht
Die Veräußerung von Zahlungsansprüchen (ZA) unterliegt nach einer aktuellen Bestätigung der bisherigen Verwaltungsmeinung durch den Bundesfinanzhof der vollen Mehrwertsteuer. Auch pauschalierende Landwirte können nicht mehr gegen die Steuerzahlung an das Finanzamt aufbegehren. Danach unterliegen die Einnahmen aus dem Verkauf der ZA weder der Umsatzsteuerpauschalierung, noch zählen sie bei der Regelbesteuerung zu den Mehrwertsteuer-freien Umsätzen. Hat ein pauschalierender Landwirt nur geringe Betriebseinnahmen, die der Regelbesteuerung unterliegen, kann er ab 2011 eventuell eine neue umsatzsteuerliche Vereinfachungsregelung der Finanzverwaltung in Anspruch nehmen. Für mit 7 % oder 19 % steuerpflichtige Lieferungen und Leistungen im Rahmen seines pauschalierenden landwirtschaftlichen Betriebes wird die eigentlich anfallende Mehrwertsteuer nicht eingefordert. Voraussetzung dafür ist, dass diese Einnahmen im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich nicht mehr als 4.000 € brutto betragen und dass der Landwirt ansonsten keine Umsatzsteuererklärungen abzugeben und Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen hat.

Autor: Alexander Kimmerle, Steuerberater, Kempten

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in der Ausgabe 12/12 des fortschrittlichen Landwirts.

Autor: Lena Adlhoch
Aktualisiert am: 06.06.2012 14:56
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