Betriebsprämie: Wie verteilt sie sich bis 2013?

Die Agrarpolitik und somit die Direktzahlungen in der europäischen Landwirtschaft werden in den nächsten Jahren grundlegend reformiert.
Für Bergbauern gilt: Je größer die Erschwernis, desto niedriger ist die Betriebsprämie je Hektar.
Für Bergbauern gilt: Je größer die Erschwernis, desto niedriger ist die Betriebsprämie je Hektar.
Die Betriebsprämie nach 2013 wird in Österreich künftig nicht mehr nach historischen Bezügen zugeteilt, sondern stärker an gesellschaftliche Zielen geknüpft. Betriebe mit derzeit hohen Zahlungsansprüchen könnten daher ab 2014 Prämien verlieren. Regional und nach Betriebstypen wird das jedoch sehr unterschiedlich sein.

Die Betriebsprämie ist gegenwärtig der höchst dotierte Posten bei den öffentlichen Geldern im Agrarbereich in Österreich. Im Jahr 2009 erhielten 118.200 Betriebe in Österreich eine Betriebsprämie, in Summe 617,1 Mio. Euro (Modulation bereits abgezogen). Generell lässt sich feststellen, dass die Bedeutung der Betriebsprämie in den letzten Jahren laufend zugenommen hat. Etwa zwei Drittel der Betriebsprämie gingen im Jahr 2009 an Betriebe mit weniger als 5.000 Euro Betriebsprämie. Weitere 18 Prozent erhielten zwischen 5.000 und 10.000 Euro. Mit cirka 42 Prozent ging der größte Anteil der Betriebsprämie an Betriebe in Niederösterreich, gefolgt von Betrieben in Oberösterreich mit rund 23 Prozent. Mit etwas Abstand folgte die Steiermark mit etwas über 12 Prozent und das Burgenland mit knapp acht Prozent. Die westlichen Bundesländer Salzburg, Tirol und Vorarlberg hatten zusammen einen Anteil von knapp neun Prozent.

Weitere interessante Details zur Verteilung der Betriebsprämie, insbesondere nach regionaler Gliederung, Betriebstyp und Erschwernisgrad, erfahren Sie in der Ausgabe 21/2010 des fortschrittlichen Landwirts

Autor: Dipl.-Ing. Dr. Leopold KIRNER, Bundesanstalt für Agrarwirtschaft, Wien


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Aktualisiert am: 20.10.2010 14:22
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