Bestandsstabilität durch Naturnähe

Die natürlichen Waldgesellschaften stellen eine Planungshilfe für den Waldbau dar. Orientiert man sich bei der Baumwartenwahl an ihnen, kann die Bestandesstabilität stark erhöht werden.
In naturnahen Wäldern ist das Risiko von Schadereignissen geringer.
In naturnahen Wäldern ist das Risiko von Schadereignissen geringer.
Die potentiell natürliche Waldgesellschaft (PNWG) ist vor allem ein Begriff der Wissenschaft und in der Praxis wenig bekannt. Unter einer Waldgesellschaft versteht man eine aus Bäumen bestehende Pflanzengemeinschaft. Als potenziell natürliche Waldgesellschaft bezeichnet man jene Waldgesellschaft, die sich einstellen würde wenn der menschliche Einfluss wegfallen würde. Dabei ist die PNWG nicht als die produktivste Vegetationsform zu verstehen, vielmehr ist sie das Optimum an Stabilität und Ertrag. So können Wälder die aus standortfremden Baumarten gebildet werden wesentlich produktiver sein als die PNWG. Dafür ist die Stabilität geringer und somit das Risiko eines Schadereignisses höher. Je mehr PNWG und aktuelle Vegetation voneinander abweichen, umso geringer sind der Grad der Naturnähe und damit auch die Bestandsstabilität. Wie man im eigenen Wald die PNWG bestimmt und welchen Zweck das hat erfahren Sie in Ausgabe 20.


Aktualisiert am: 08.10.2013 10:32
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