Bestandsentwicklung von Strip-Till Raps

Im Landwirt-Test wird der Rapsanbau im Streifensaatverfahren als Einzelkornsaat mit dem breitflächigen Anbau als Drillsaat verglichen. Wir ziehen einen ersten Vergleich zwischen den beiden Varianten.
Durch die bessere Standraumverteilung besteht in der Strip Till Variante mit Einzelkornsaat weniger die Gefahr des Überwachsens.
Durch die bessere Standraumverteilung besteht in der Strip Till Variante mit Einzelkornsaat weniger die Gefahr des Überwachsens.
Beim Strip Till Verfahren wird der Boden vor der Saat streifenweise gelockert. Dazwischen findet keine Saatbeetbereitung statt. Die Saatkornablage erfolgt in den gelockerten Horizont. Gleichzeitig wird unter den Saatreihen ein Düngerband angelegt. Dieses soll für eine bessere Ausbildung der Pfahlwurzel sorgen.

Landwirt-Test
Im Landwirt-Test wird der Rapsanbau im Streifensaatverfahren als Einzelkornsaat mit dem breitflächigen Anbau als Drillsaat verglichen. Dieser Versuch wurde Ende August auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von Rupert Schmid im Landkreis Regensburg in Bayern angelegt. Verglichen wird hier Raps in Drillsaat mit einer Saatstärke von 40 Körnern pro m² mit Raps, der im Strip Till Verfahren als Einzelkornsaat mit einer Saatstärke von 25 Körnern pro m² angebaut worden ist.

Vergleich der Varianten
Heute befinden wir uns im 6-Blattstadium und es ist Zeit, einen ersten Vergleich zwischen den beiden Verfahren zu ziehen. Im Vergleich zur Kontrollfläche war im Strip Till Bestand ein etwas höherer Scheckendruck festzustellen. Dies ist wohl der nicht flächigen Bodenbearbeitung geschuldet. Trotz erhöhtem Schneckendruck konnten aber die mindestens benötigten 20 bis 22 Pflanzen pro m² durchgebraucht werden.
Die beiden Pflanzen aus der Strip Till Variante (li.) haben eine viel längere Pfahlwurzel gebildet als die beiden Pflanzen der konventionellen Versuchsvariante (re.).
Die beiden Pflanzen aus der Strip Till Variante (li.) haben eine viel längere Pfahlwurzel gebildet als die beiden Pflanzen der konventionellen Versuchsvariante (re.).
Bei der Pfahlwurzelentwicklung sind bereits Vorteile in Richtung Streifensaat feststellbar. Die Wurzeln der Strip Till Variante entwickeln sich aufgrund des gelockerten Bodens und der tiefen Düngerablage zielstrebiger nach unten. Das sollte sich im Frühjahr in Form eines besseren Wasser- und Nährstoffaneignungsvermögens positiv auswirken. Auch die Gefahr des Überwachsens scheint beim Strip Till Verfahren durch die bessere Standraumverteilung geringer zu sein.

Doch all das sind nur Momentaufnahmen und Tendenzen. Weitere Rückschlüsse wird uns ein abschließender Vergleich der Herbstentwicklung zum Ende der Vegetation geben.

Aktualisiert am: 16.10.2012 09:39
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