Berti Schlegelmulcher im Praxistest

Um die Schlagkraft beim Mulchen zu erhöhen, haben wir zwei Schlegelhäcksler von Berti miteinander kombiniert. Wie sich die Gerätekombination in der Praxis geschlagen hat und was die Geräte solo leisten können, erfahren Sie in unserem Praxistest.
Bert-Mulcherkombination: Front/Heck-Mzulhcer EKR/S 285 und Böschungsmulcher TA/S 220.
Bert-Mulcherkombination: Front/Heck-Mzulhcer EKR/S 285 und Böschungsmulcher TA/S 220.
Die Anforderungen an ein Mulchgerät können sehr unterschiedlich sein. Nicht umsonst bietet Berti verschiedene Baureihen mit unterschiedlichsten Ausstattungsmöglichkeiten an. Bei der Wahl der passenden Serie spielt neben dem zu häckselnden Material auch der Traktor eine entscheidende Rolle. Jeder Hersteller gibt eine minimale und eine maximale Traktorleistung an. Ein zu schwacher Traktor schmälert die Leistungsfähigkeit und die Häckselqualität. Da die Traktorleistungen auf den Betrieben ständig steigen, kommt es häufig vor, dass bei der Häckselarbeit mit zu starken Traktoren gefahren wird. Hier besteht die Gefahr, dass in hektischen Zeiten der Fahrer das Gerät zu stark belastet, um die Flächenleistung zu steigern. Leider sind die Herstellerangaben untereinander meist nicht vergleichbar. Berti ist mit seinen Angaben sehr zurückhaltend. Unserer Erfahrung nach halten die Mulcher mehr aus, als der Hersteller verspricht.
Vor fünf Jahren hat das „Landwirt“-Testteam den Berti Dual-Schlegelhäcksler getestet. In der letzten Saison kombinierten wir den etwas leichteren Front/Heck-Mulcher EKR/S 285 im Frontanbau mit dem dazu passenden Böschungsmulcher TA/S 220 im Heck.

Kombinierter Einsatz beim Mulchen eines Straßengrabens.
Kombinierter Einsatz beim Mulchen eines Straßengrabens.
Flexibel und schlagkräftig
Berti gibt für diese beiden Mulcher einen maximalen Kraftbedarf von jeweils 100 PS an. Wir sind beide Geräte in Kombination mit Traktoren zwischen 120 und 160 PS gefahren, was sich als ideal herausstellte. Selbst mit einem 120 PS-Traktor lässt sich bei nicht zu üppigen Beständen eine hohe Flächenleistung erzielen. Die beiden Geräte zusammen haben ohne Überlappung eine theoretische Arbeitsbreite von 5,05 m. Auf Grund der besseren Traktorauslastung und der größeren Arbeitsbreite fährt man im Duett in der Regel langsamer als z.B. mit einem 3 m breiten Sologerät. Das entlastet den Fahrer und schont die Geräte. Wer einen modernen Traktor mit Vorgewendemanagement besitzt, kann sich zudem die Arbeit beim Wendevorgang erleichtern und im Regelfall Zeit sparen.
Für spezielle Anwendungen oder bei geringerer Traktorleistung kann es von Vorteil sein, die Geräte in Solofahrt einzusetzen. Der im Heck angebaute TA/S-Typ ist hervorragend für das Mulchen von Böschungen und Straßengräben geeignet. Geübte Fahrer können beim Mähen von Straßengräben auch beide Geräte in Kombination einsetzen und dadurch Zeit sparen.

Alle weiteren Einsatzmöglichkeiten und Testergebnisse finden Sie in der Ausgabe 02/2012 unserer Fachzeitschrift „Der fortschrittliche Landwirt“.

Aktualisiert am: 05.01.2012 10:32
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