Berlakovich: Ankündigungen von EU-Budgetkommissar schwer verantwortungslos

Zukunftssektor darf nicht geschädigt werden. Für Berlakovich sind die Kürzungspläne beim europäischen Agrarbudget nicht nachvollziehbar und werden daher abgelehnt.
„Es
Minister Berlakovich zürnt dem EU-Budget-Kommissar Lewandowski
Minister Berlakovich zürnt dem EU-Budget-Kommissar Lewandowski
kann nicht sein, dass immer mehr Länder am Agrarbudget mitnaschen, die Bauern immer mehr Leistungen im Sinne der Allgemeinheit und der Umwelt leisten müssen und das Geld immer weniger wird. … Ich kann beim besten Willen nicht begreifen, dass der EU-Kommissar damit einen Sektor schädigen möchte, der wie kein anderer Zukunftschancen bietet - man denke nur an Klimaschutz, erneuerbare Energien, die Deckung des steigenden Lebensmittel-Bedarfs, Dienstleistungen und den Ressourcenschutz. Ein Arbeitsplatz am Bauernhof sichert drei weitere Arbeitsplätze. Es kann nicht sein, dass Budget-Kommissar Lewandowski das gefährden will! Aus diesem Grund halte ich seine jüngste Ankündigung für schwer verantwortungslos“, unterstreicht Berlakovich.

Ländlicher Raum darf nicht entvölkert werden
„Der EU-Budgetkommissar scheint nicht zu begreifen, wie viel von den EU-Agrarbeihilfen abhängt. Es kann doch nicht der Sinn der Politik sein, den ländlichen Raum zu entvölkern, kleine bäuerliche Betriebe zu opfern und auch die Lebensmittel-Sicherheit zu gefährden. Unsere Bäuerinnen und Bauern befinden sich ohnehin in einem massiven Preiskampf, da darf man sie nicht noch zusätzlich gefährden“, betont Berlakovich.

Leistbare Lebensmittel gefährden?
„Was viele vergessen, ist auch, dass die Agrarbeihilfen für Produkt- und Lebensmittelpreise sorgen, die für die gesamte Bevölkerung leistbar sind. Auch das sollte dem EU-Budgetkommissar einmal erklärt werden“, sagt der Landwirtschaftsminister. „Ich finde die Ankündigungen von Lewandowski auf alle Fälle visions- und zukunftslos. Solchen Tendenzen möchte ich daher mit Nachdruck den Kampf ansagen. Wir müssen die EU-Politik und das Budget sanieren, dürfen sie aber auf keinen Fall ruinieren“, unterstreicht Berlakovich.


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Aktualisiert am: 03.03.2011 16:55
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