Berglandwirtschaft im Alpenraum unverzichtbar

Eine aktive Berglandwirtschaft ist nach den Worten von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner für den Erhalt der einzigartigen Kulturlandschaft im Alpenraum unverzichtbar. Am Mittwoch fand die Hauptalmbegehung des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern statt.
Die Bergbauern können schon allen aufgrund der Arbeitsbedingungen nicht mit den Gunstlagen verglichen werden.
Die Bergbauern können schon allen aufgrund der Arbeitsbedingungen nicht mit den Gunstlagen verglichen werden.
Offene Almen und Alpen sind seinen Worten zufolge die entscheidende Grundlage für den Tourismus im Alpenraum. Allerdings könne die Berglandwirtschaft wegen der schwierigen Produktionsbedingungen mit Gunstlagen nicht konkurrieren und sei deshalb auf Unterstützung angewiesen. „Wir werden daher auch in Zukunft unsere Berggebiete nicht schutzlos dem Wettbewerb auf den globalisierten Agrarmärkten aussetzen“, sagte Brunner. Zusammen mit neun weiteren Alpenregionen setzt sich Bayern derzeit dafür ein, dass in Brüssel die richtigen Weichen für eine zukunftsorientierte und zielgerichtete Bergbauernpolitik der EU nach 2013 gestellt werden. Die von den Bergbauern erbrachten Gemeinwohlleistungen müssten auch künftig angemessen honoriert werden, fordert Brunner. Der Freistaat unterstützt die Alm- und Alpwirtschaft mit einem ganzen Paket an Maßnahmen: von der Ausgleichszulage über das Kulturlandschaftsprogramm und spezielle Ausbildungsangebote bis hin zum neuen Bayerischen Bergbauernprogramm, das zu Jahresbeginn gestartet wurde. In Bayern wurde in den vergangenen 40 Jahren keine der rund 1 400 Almen und Alpen mehr aufgegeben – diese Tatsache ist laut Brunner ein eindeutiger Beleg, dass hier die richtigen Rahmenbedingungen gesetzt werden. Auf den annähernd 41 000 Hektar Weideflächen werden jeden Sommer rund 50 000 Rinder, 1 000 Pferde, 500 Schweine und 4 000 Schafe gehalten.


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Aktualisiert am: 05.08.2011 10:28
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