Berglandmilch sagt Ja zu Tirol Milch

Eine Woche nach den Eigentümern der Tirol Milch haben nun auch jene der Berglandmilch der angestrebten Milchehe zugestimmt. Die 54 Mitglieder der Generalversammlung sprachen sich gestern einstimmig dafür aus.
Eine Woche nach den Eigentümern der Tirol Milch haben nun auch jene der Berglandmilch der angestrebten Milchehe zugestimmt
Eine Woche nach den Eigentümern der Tirol Milch haben nun auch jene der Berglandmilch der angestrebten Milchehe zugestimmt
Als nächstes ist die Kartellbehörde am Zug. Erst wenn sie grünes Licht gegeben habe, könne das operative Geschäft zusammengeführt werden, betonte der Obmann der Berglandmilch, Johann Schneeberger. Die Entscheidung dürfte einige Monate dauern.
"Der Vertrag wurde in allen Punkten bestätigt. Jetzt fehlt nur noch der Entscheid der Bundeswettbewerbsbehörde, dann ist die Einbringung fix. Sie soll rückwirkend mit 01.01.2010 erfolgen", erklärte Tirol Milch-Obmann Stefan Lindner nach der Sitzung.

Größter Milchverarbeiter Österreichs
In den Tagen zuvor haben sich bereits die einzelnen Trägergenossenschaften der Berglandmilch für die Erweiterung ausgesprochen. Die Tirol Milch ist die neunte Genossenschaft unter dem Dach von Österreichs größtem Milchverarbeiter. Mit einem Anteil von 17 % wird sie zweitgrößter Eigentümer. Lindner wurde heute zum Obmannstellvertreter der Berglandmilch gewählt. Außerdem stellt die Tirol Milch künftig sieben Aufsichtsratsmitglieder.

Die Berglandmilch
Die Berglandmilch verfügt über knapp 12.000 Lieferanten, die jährlich rund 906 Mio. Kilogramm Milch anliefern - das ist ein Drittel der gesamten heimischen Liefermenge. Im vergangenen Jahr wurde ein Umsatz von 603,7 Mio. Euro und ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 7,5 Mio. Euro erzielt. Die Eigenkapitalquote liegt bei 62 %, der Exportanteil konnte auf knapp 39 % erhöht werden. Das Unternehmen beschäftigt 1.147 Mitarbeiter.

Die Tirol Milch
Die Tirol Milch hat im vergangenen Jahr von knapp 4.000 anliefernden Bauern 217,3 Mio. kg Milch übernommen. Auf Basis einer strategischen Neuausrichtung konnte die Genossenschaft 2009 einen Bilanzgewinn von 352.000 Euro erzielen. Die Reduzierung des Netto-Umsatzes auf 136,2 Mio. Euro war vor allem auf die Bereinigung des Sortiments und den Verfall des Milchpreises auf den europäischen Märkten zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote des Unternehmens beträgt 47 %, rund ein Drittel der Produktion wird exportiert. Die Mitarbeiterzahl beträgt derzeit 312.


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Aktualisiert am: 29.09.2010 12:11
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