Bergbauernarbeit rückt ins Rampenlicht

Bei einem Pressefrühstück am Bauernhof der Sensenweltmeisterin Maria Berger, vlg. Grundner in St. Georgen ob Murau wurde von der ARGE Murauer Bergbauern auf die mannigfaltige Bedeutung der Bergbauernlandwirtschaft für den Kulinarik- und Tourismusstandort Österreich hingewiesen.
Mit viel Fleiß und Ideologie gelingt es der Sensenweltmeisterin Maria Berger, ihren extrem steilen Bergbauernhof in St. Georgen ob Murau in Bewirtschaftung zu erhalten. Die unter extrem schwierigen natürlichen Bedingungen wirtschaftende Bauernfamilie Berger benötigt neben fairen und kostendeckenden Produktpreisen aber auch ein öffentliche Unterstützung, unter anderem in Form der Ausgleichszulage, um erfolgreich wirtschaften zu können. Die öffentlichen Gelder können ohnehin nie die ganze Benachteiligung extrem gelegener Bergbauernhöfe abgelten, sondern die Bewirtschaftungsnachteile nur lindernd abfedern. Trotzdem ist Maria Berger gerne Bergbäuerin und gibt ihr Können im Sensenmähen in Form von Seminaren an Interessierte weiter.

Agrarpolitiker weisen auf Bedeutung der Bergbauernwirtschaft hin

Die beiden beim Pressefrühstück am Hof von Maria Berger anwesenden Landwirtschaftskammerpräsidenten Franz Essl aus Salzburg und Hans Resch aus der Steiermark wiesen unisono auf die große Bedeutung der Bergbauern beim Erhalt der Kulturlandschaft, bei der Almerhaltung oder bei der Erzeugung kulinarischer Spezialitäten hin. Dank dieser vielfältigen Leistungen unter erschwerten Bedingungen sei es äußerst angebracht und gerechtfertigt, den Bergbauern auch öffentliche Unterstützung angedeihen zu lassen. Ohne Partnerschaft der Konsumenten und Unterstützung durch die Politik und die Öffentliche Hand müßten viele Bergbauern ihre Tore für immer schließen. Das wäre aber mit Sicherheit nicht im Sinne des Tourismus. Die Landschaft anderweitig durch die Öffentliche Hand offenzuhalten und zu pflegen, würde zudem ein Vielfaches an Kosten verursachen.

Die Sensenweltmeisterin und Bergbäuerin Maria Berger
Die Sensenweltmeisterin und Bergbäuerin Maria Berger


ARGE Obmann Walter Reichl, Präsident Franz Essl , Maria Berger und Vizepräsident Hans Resch machten bei einem Pressefrühstück die Bedeutung der Bergbauernarbeit für die Allgemeinheit verständlich.
ARGE Obmann Walter Reichl, Präsident Franz Essl , Maria Berger und Vizepräsident Hans Resch machten bei einem Pressefrühstück die Bedeutung der Bergbauernarbeit für die Allgemeinheit verständlich.



Aktualisiert am: 24.07.2006 09:55
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