Bergahorn teuerster Stamm bei Wertholzsubmission

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Bereits zum achten Mal fand die Laubholzsubmission in Heiligenkreuz statt und hat sich mit den ausgezeichneten Ergebnissen längst als Dauererfolg in der Forstwirtschaft etabliert. 190 Waldbesitzer haben mehr als 870 Stämme angeliefert die insgesamt über 200.000 Euro erzielten. Rund 610 Festmeter Holz wurden insgesamt verkauft.
Bergahorn aus dem Bezirk Lilienfeld. Im Bild: (v.l.): Pater Karl (Stift Heiligenkreuz), Felix Montecuccoli (Präsident der NÖ Forstbetriebe), Josef Binder (Obmann des Waldverbandes NÖ), LR Stephan Pernkopf und der stolze Verkäufer Karl Eder.
Bergahorn aus dem Bezirk Lilienfeld. Im Bild: (v.l.): Pater Karl (Stift Heiligenkreuz), Felix Montecuccoli (Präsident der NÖ Forstbetriebe), Josef Binder (Obmann des Waldverbandes NÖ), LR Stephan Pernkopf und der stolze Verkäufer Karl Eder.
„Die professionelle Organisation unserer Experten aus der Forstabteilung bringt unseren Waldbauern höhere Erlöse und macht die Veranstaltung jedes Jahr zu einem Treffpunkt für Holzexperten, so Josef Binder, Obmann des NÖ Wald-verbandes. Landesrat Dr. Stephan Pernkopf wies auf die hervorragende Arbeit der mehr als 60 Waldwirtschafts-gemeinschaften in Niederösterreich hin, „die die Grundlage für die gute Holzqualität und gute Holzpreise darstellen.“

Bergahorn teuerster Stamm
Trotz des Trends zu dunklen Baumarten war der Bergahorn preislich keinen Modeschwankungen unterlegen. Er war gleichzeitig auch teuerster Stamm Österreichs und erzielte einen Rekordpreis von über 9.000 Euro. Klassische Einsatzgebiete der Top Stämme sind Ausstattungen für Hochseeyachten, Hotels aus Top Kategorien und Armaturen von Luxuslimousinen. Der teuerste Stamm geht nach Deutschland, wird dort verarbeitet und findet seine Bestimmung im Yachtbau.

Das Prinzip der Submission
Der Erfolg der Submission ist leicht erklärt: Waldbauern erhalten im Regelfall einen viel höheren Preis als beim direkten Verkauf an ein Sägewerk. Die Käufer können aus einer breiten Auswahl nach ihren Anforderungen auswählen. Eine eingehende Besichtigung sorgt dafür, dass die Holzhändler nicht die Katze im Sack kaufen müssen. Im Gegensatz zu den allgemein bekannten Versteigerungen nach dem Schema „zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten – verkauft!“ erfolgt bei der Submission die Angebotslegung verdeckt. Jeder Käufer bewertet die für ihn interessanten Stämme und übermittelt sein Anbot in einem verschlossen Briefumschlag an den Veranstalter. Am festgelegten Tag der Offertöffnung, werden die Anbote einander gegenüber gestellt und der Bestbieter erhält den Zuschlag. Ein „Nachbessern“ ist zu diesem Zeitpunkt nicht möglich. Die Laubholzsubmission wurde mit dem österreichischen Agrarpreis 2009 ausgezeichnet.


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Aktualisiert am: 28.01.2010 13:49
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