Begrünung nach späträumenden Kulturen

Begrünungen stellen nach dem niederschlagsreichen Jahr 2004 nicht nur eine ÖPUL-Prämienmaßnahme dar, sondern sind eine Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Erosions- und Grundwasserschutz.
Links Senfeinsaat mit grober Saatbeetbereitung nach Pflug und rechts Einsaat direkt auf Pflugfurche.
Links Senfeinsaat mit grober Saatbeetbereitung nach Pflug und rechts Einsaat direkt auf Pflugfurche.
Das Vorliegen einer flächendeckenden Begrünung ist neben der zulässigen Begrünungskultur eine wesentliche Grundvoraussetzung für die Anerkennung von Begrünungsflächen im Falle einer Vor-Ort-Kontrolle. Die Verwendung einer ausreichenden Saatgutmenge und die ordnungsgemäße Anbautechnik sind für eine flächendeckende Begrünung Grundvoraussetzung. Daher ist beispielsweise der Einsatz von Handelsdüngerstreuern beim Anbau von Begrünungen ein Risikofaktor betreffend flächendeckender Begrünung und somit nur erfahrenen Landwirten zu empfehlen.
Die Drillsaat stellt zweifelsohne die beste Maßnahme zu einer exakten Verteilung und einem frühzeitigem Feldaufgang dar. Auf diese Weise lässt sich Saatgut einsparen und der Aussaatzeitpunkt um einige Tage später ansetzen. Durchwuchsprobleme, welche sich aus einer ungleichen Ablagetiefe des Saatgutes ergeben, entfallen bei der Drillsaat ebenfalls. Bei der Aussaat mit dem Grubber muss unbedingt darauf geachtet werden, dass der Säkasten so eingestellt wird, dass die Ablagetiefe der Saatgutgröße angepasst ist. Sofern zwei unterschiedliche Saatgutgrößen ausgesät werden, hat es sich gelohnt, mit zwei Säkästen zu arbeiten, um ein Entmischen im Säkasten von klein- und großkörnigem Saatgut zu vermeiden, wie dies zum Beispiel bei Wintererbse und Senf der Fall sein könnte.

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Aktualisiert am: 13.09.2004 15:04
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