Begrünung – Die richtige Kultur sorgfältig anbauen

Der Anbau von Begrünungskulturen hat sich durch die Unterstützung des ÖPUL-Programmes in der Praxis etabliert. Die pflanzenbaulichen Vorteile wie zB Erosionsschutz und Verbesserung der Bodenstruktur wiegen die Kosten für die Anlage einer Begrünung auf. Damit die ökonomischen und ökologischen Effekte auch optimal genutzt werden können, sind die Wahl der geeigneten Begrünungsvariante, einer entsprechenden Kultur und der sorgfältige Anbau von Bedeutung.
Begrünung mit Phacelia und Senf
Begrünung mit Phacelia und Senf
Da die Samen der meisten Begrünungskulturen sehr kleinkörnig sind, ist die Aussaat mit gleicher Sorgfalt wie bei Hauptkulturen durchzuführen. Der Einsatz von Kreiselegge + Sämaschine oder ähnlichen Gerätekombinationen krümelt den Boden gut, sorgt für eine gleichmäßige Tiefenablage und gewährleistet einen guten Bodenschluss. Dadurch kann besonders auf schweren Böden ein guter und gleichmäßiger Feldaufgang des nicht immer billigen Saatgutes gesichert werden. Die Durchführung einer Mulchsaat mit reduzierter Bearbeitung im Frühjahr wird wesentlich erleichtert, wenn die Aussaat der Begrünung sorgfältig erfolgte. Weisen die Begrünungsmischungen unterschiedliche Korngrößen auf, kann es zur Entmischung des Saatgutes kommen. Damit das verhindert wird, ist das Saatgut regelmäßig zu mischen.

Eine kostengünstige Alternative mit höherer Flächenleistung zu dieser Aussaatmethode ist der Grubber mit aufgebautem Säkasten oder Elektrostreuer. Das Saatgut darf jedoch nicht zu tief vergraben werden, da sonst ein ungleichmäßiger Aufgang erzielt wird. Nach einer nicht wendenden Bodenbearbeitung hat sich jedoch oft gezeigt, dass Ausfallgetreide durchwächst und mit den Begrünungskulturen um Wasser und Nährstoffe konkurriert.

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Aktualisiert am: 22.07.2003 17:36
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