Bayerns Baumkronen unter der Lupe

Auch heuer wieder wird der Zustand der Baumkronen untersucht. Bei dieser Inventur werden neben Laub und Nadeln auch Schäden durch Witterung oder Pilz- und Insektenbefall erhoben.
Förster der Bayrischen Forstverwaltung bei der Kronenzustandserhebung.
Förster der Bayrischen Forstverwaltung bei der Kronenzustandserhebung.
Zurzeit sind 22 speziell geschulte Försterinnen und Förster im ganzen Freistaat unterwegs. Ausgerüstet mit Fernglas, Feldcomputer und Navigationsgerät kontrollieren sie an 154 Inventurpunkten Laub und Nadeln von rund 3 700 Bäumen. Zusätzlich werden Schäden durch Pilz- oder Insektenbefall sowie durch Sturm, Hagel und Trockenheit erfasst. Die Außenaufnahmen dauern bis Anfang August. Anschließend wertet die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) in Freising, die auch die Inventur organisiert, die erhobenen Daten aus. Ende des Jahres werden die Ergebnisse dem Bayerischen Landtag vorgestellt und im Internet veröffentlicht. Außerdem fließen sie in einen detaillierten Waldbericht ein, der mit Angaben zur Entwicklung des Waldes und der gesamten Forstwirtschaft im Freistaat im dreijährigen Turnus erstellt wird.

Auswahl der Inventurpunkte
Die Inventurpunkte werden auf Grundlage eines 16 x 16 Kilometer-Rasters erhoben. Zusätzlich werden 58 Punkte aus einem verdichteten 8 x 8 Kilometer-Raster erhoben, um zu allen Baumarten spezifische Aussagen treffen zu können. Die Erkenntnisse aus den Aufnahmen liefern wichtige Hinweise zur Beantwortung zentraler forst-politischer Fragen, etwa zur Risikoabschätzung der Folgen des Klimawandels oder zur Rolle der Wälder als Kohlenstoffspeicher.


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Aktualisiert am: 19.07.2010 13:21
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