Bayern: Verbissschäden durch Wild rückläufig

In Bayern wurde wurde zum neunten Mal seit 1986 eine Verbissinventur durchgeführt. Mitarbeiter der Forstverwaltung untersuchten auf 21 688 Verjüngungsflächen über zwei Millionen junge Bäume auf Verbiss- und Fegeschäden.
Die Verbissschäden sind in Bayern seit der letzten Inventur zurück gegangen.
Die Verbissschäden sind in Bayern seit der letzten Inventur zurück gegangen.
Der Verbiss an jungen Waldbäumen durch Rehe, Hirsche und Gämsen hat nach einem Anstieg bei der letzten Erhebung vor drei Jahren wieder abgenommen. Bayernweit ist der Anteil abgebissener Leittriebe bei Nadelbäumen von acht auf sechs Prozent zurückgegangen, bei Laubbäumen von 28 auf 24 Prozent. Forstminister Helmut Brunner ruft die Jäger auf, in ihrem Bemühen für eine effektive Jagd nicht nachzulassen. Die für den Umbau der Wälder in klimatolerante Mischbestände nötigen Laubbäume und die gerade im Bergwald unverzichtbare Tanne seien durch den Verbiss vielerorts noch deutlich im Wachstum beeinträchtigt.
Hinter den landesweiten Durchschnittswerten verbergen sich laut Brunner große regionale Unterschiede. In vielen Fällen habe sich gezeigt, dass rasch Verbesserungen möglich sind, wenn Jäger und Waldbesitzer gut zusammenarbeiten und Abschuss-Schwerpunkte setzen. So kann nach Aussage des Ministers in 48 Prozent der 747 Hegegemeinschaften der Abschuss beibehalten oder gesenkt werden. Das sind 13 Prozentpunkte mehr als bei der letzten Erhebung. Allerdings ist laut Brunner in vielen Hegegemeinschaften der Verbiss noch zu hoch. Hier müsse die Bejagung verstärkt werden.


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Aktualisiert am: 16.11.2009 11:45
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