Bayerischer Bauernverband lehnt Kuh-Patent ab

Laut einer Pressemitteilung des BBV (Bayerischer Bauern Verband) darf es kein Patent auf Pflanzen und Tiere geben. Das Europäische Patentamt hatte ja, wie berichtet, alle Einwände gegen das sogenannte „Kuh-Patent“ zurückgewiesen, das sich auf markergestützte Verfahren zur Auswahl von Rindern, die eine bestimmte Genvariante in sich tragen, erstreckt.
Das vom Europäischen Patentamt bestätigte Kuhpatent macht auch dem Bayerischen Bauernverband Sorgen.
Das vom Europäischen Patentamt bestätigte Kuhpatent macht auch dem Bayerischen Bauernverband Sorgen.
Die Tatsache, dass das Europäische Patentamt in München alle Einwände gegen das sogenannte Kuh-Patent zurückweist, ist völlig unverständlich, sagt der Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes, Hans Müller. Mit dem im Januar 2007 erteilten Patent wollen sich Biotechnologen das Recht auf bestimmte Zuchtverfahren für Kühe mit besserer Milchleistung sichern. Müller: „Durch Patentierungen von Pflanzen und Tieren darf es nicht zu einem Ausverkauf von jahrhundertealtem Erfahrungswissen kommen“.

Sorge um Monopolbildung
Der Bauernverband hat die Sorge, dass sich einige wenige Unternehmen durch Biopatente genetische Ressourcen sichern und dadurch Monopole schaffen. Deshalb setzt sich der Bauernverband in Brüssel ganz massiv für eine Nachbesserung der bestehenden Europäischen Biopatentrichtlinie ein. „Wir werden hier nicht nachgeben, bis Pflanzen und Tiere von der Patentierung ausdrücklich ausgeschlossen sind“, sagt Generalsekretär Hans Müller.

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Aktualisiert am: 09.03.2010 08:11
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