Bayerisch -Österreichisches Agrarministertreffen in Mondsee

Im Mondseeschlößl in Mondsee in Oberösterreich tagen Agrarexperten, Landwirte und Agrarpolitiker, um gemeinsame Strategien für eine abgestimmte Agrárpolitik zwischen Bayern und Österreich zu entwickeln.
Bayerische und österreichische Agrarpolitiker treten für den Erhalt der Milchquote ein.( v.l.n.r.: Wlodkowsky, Miller, Stockinger)
Bayerische und österreichische Agrarpolitiker treten für den Erhalt der Milchquote ein.( v.l.n.r.: Wlodkowsky, Miller, Stockinger)
Höhepunkt dieser Arbeitstagung ist der Auftritt der beiden Landwirtschaftsminister, wobei bei der traditionellen Tagung heuer der bayerische Minister Josef Miller anwesend war. Der Österreicher Josef Pröll konnte verletzungsbedingt nicht anwesend sein, wurde aber durch LK-Österreich Präsident Gerhard Wlodkowsky und den oberösterreichischen Agrarlandesrat Josef Stockinger vertreten.

Besonnen vorgehen - Quotennachfolgemodell erarbeiten
Im Mittelpunkt der Tagung stand die Diskussion zur Weiterentwicklung der GAP. Wie kann und soll der anstehende sogenannte Health Check aussehen? Wie geht es nach 2013 weiter? Welche Reaktionen sind aufgrund der heurigen Ernte-, Markt- und Preisentwicklungen nötig?

Miller, Wlodkowsky und Stockinger treten für den Erhalt der Milchquotenregelung ein und wollen im Fall des Verlustes dieses Regelwerkes nach 2013 eine mengenregulierende Nachfolgeregelung für benachteiligte Gebiete schaffen. Sie treten weiters dafür ein, das EU Agrarmodell aufgrund der jüngsten Marktpreisänderungen unverändert zu belassen. Bauern bräuchten Stabilität und hätten die jüngst etwas anziehenden PReise in manchen Sektoren dringend nötig, um die Betriebe zu modernisieren und zukunftsfähig zu machen. Hier sogleich die EU Agrarpolitik zu verändern und womöglich die Säule 1 der Marktordnungsprämien zu kürzen oder abzuschaffen, wie dies einige Mitgliedsstaaten und z.B. die OECD fordern, sei der falsche Weg, so die Agrarpolitiker.


Aktualisiert am: 18.10.2007 13:30
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