Bauland und dazwischen Apfelbäume

Lohnmostereien verarbeiten in erster Linie Äpfel von Privatpersonen. Zunehmend weichen Streuobstwiesen Neubauten und machen Äpfel zur Mangelware. Mit klaren Qualitätsrichtlinien erhält Familie Wolf ihre Nische.
Um die Produktion langfristig aufrecht zu erhalten, setzt Familie Wolf auf Qualität.
Um die Produktion langfristig aufrecht zu erhalten, setzt Familie Wolf auf Qualität.
Die Apfelbaumbesitzer in der Region wollen an die Möglichkeit der Lohnentsaftung jährlich neu erinnert werden. Entsprechende Anzeigen im Umkreis von 50 km sind eine lohnende Investition. Bislang ist die Nachfrage nach Saft und Hofladenprodukten von Jahr zu Jahr leicht gestiegen – obwohl Martin und Beate Wolf nicht ohne Sorge sind: „Der Flächenbedarf in unserer Region ist immens. Immer mehr Gärten und Streuobstwiesen werden zu Bauland. Viele Stammkunden kündigen uns schon an, dass sie im nächsten Jahr nicht mehr kommen, weil auf ihrem Grundstück dann ein Haus statt eines Apfelbaums steht.“

Der Betrieb
Von Ende August bis Mitte November ist auf dem Obsthof Wolf Hochsaison. Beate und Martin Wolf betreiben zusätzlich zum Anbau von 3,5 ha Obst eine Lohnmosterei. Ihren Betrieb führen sie etwa 30 km südlich von Offenburg, im Baden-Württembergischen Fischerbach. Als die beiden 1996 auf der Suche nach einer gebrauchten Saftpresse waren, um die eigenen Äpfel zu verarbeiten, bot ihnen ein vor der Rente stehender Kollege zur gesuchten Packpresse gleich seine gesamte Lohnmosterei samt Kundenstamm zum Verkauf an. Bis zum Jahr 2000 bewirtschafteten sie das den Betrieb im 60 km entfernten Achern mit, bauten aber inzwischen die eigenen Betriebsgebäude um und verlagerten die Lohnmosterei anschließend zurück nach Fischerbach.

Mehr zu dem Betrieb Wolf erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe des fortschrittlichen Landwirts.

Text und Bild: Katja Brudermann

Autor: Lena Adlhoch
Aktualisiert am: 02.02.2013 10:58
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