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Wird die Landwirtschaft vom Handel ausgenützt?

Antworten: 7
Name: hans_meister 15-03-2017 13:40
Wird die Landwirtschaft vom Handel ausgenützt?
Der Druck auf die Landwirtschaft durch die Handelsketten nimmt stetig zu, ohne dass der Mehraufwand auch entsprechend abgegolten wird. Beispiele dafür sind die immer höheren Umwelt- und Tierwohlauflagen. Handelskonzerne entscheiden damit immer stärker mit ihrer Marktmacht über Sein oder Nichtsein von bäuerlichen Existenzen. Kann das so weiter gehen?

Lesen sie dazu den Beitrag von Hans Meister im aktuellen LANDWIRT

Name: Cheka antwortet um 15-03-2017 16:24 auf diesen Beitrag
Wird die Landwirtschaft vom Handel ausgenützt?
Oh Herr Meister bei der Arbeit!
Ich glaub da machen sich mit der Zeit die ersten Sorgen um die Landwirtschaft.
Wer lebt den aller von der Landwirtschaft?
Auch sie Herr Meister?
Frage: Kann man davon leben wenn man Landwirte solche (verarschte) Fragen stellt.
Ich hoffe sie haben richtig recherchiert was ihren Beitrag im aktuellen Landw. betrifft.
Bin gespannt darauf.

Name: mosti antwortet um 15-03-2017 21:24 auf diesen Beitrag
Wird die Landwirtschaft vom Handel ausgenützt?
solange es bauern gibt, welche die erzeugermenge immer wieder erhöhen um hausen zu können wird sich nichts andern; erst wenn die draufkommen, daß das gewollt ist und sich gegen das system erheben könnt sich was ändern!!! (der krug geht zum brunnen, bis er bricht!)

Name: HAFIBAUER antwortet um 16-03-2017 06:44 auf diesen Beitrag
Wird die Landwirtschaft vom Handel ausgenützt?
ach Mosti; sitzt Du nicht im selben Käfig??????????????????

Name: beglae antwortet um 16-03-2017 07:27 auf diesen Beitrag
Wird die Landwirtschaft vom Handel ausgenützt?
Der Druck auf die Landwirtschaft durch die Handelsketten nimmt stetig zu

Originaltext von hans_meister:

-------------------------

und warum? Weil die Landwirte am Markt vorbei Produzieren, wenn Mangel währe könnte der Handel nichts Kaufen !

Name: pepesmeinung antwortet um 18-03-2017 08:02 auf diesen Beitrag
Wird die Landwirtschaft vom Handel ausgenützt?
Der Handel tut das, was er tun muss.
Für den Handel ist es wichtig, viele Kunden zu haben und ein möglichst gutes Ergebnis abzuliefern.
Um der Konkurenz davonzueilen, stellt er immer größere Forderungen an die Produzenten, eben uns Bauern, und sagt dazu, dass das von den Konsumenten so gewünscht würde.

Dem Handel ist der Konsument nur solange wichtig, als er sein Geld bei ihm abliefert.
Tierwohl hin, Regionalität her -
Handelsinteresse ist ausschließlich Geld und Gewinn.


Name: kuglirmi antwortet um 19-03-2017 20:56 auf diesen Beitrag
Wird die Landwirtschaft vom Handel ausgenützt?
Ich bin Herrn Meister dankbar dafür, daß er dieses Thema aufgreift. Hatten wir doch Ende Januar das zweifelhafte Vergnügen eines Audits durch den Deutschen Tierschutzbund - auf Betreiben unserer Molkerei, die Aldi beliefert und da mit Tierwohl vorneweg marschieren will.
Leider ist unser Stall fast 20 Jahre alt und kein Offenfrontstall und genügte den Ansprüchen nicht. Da haben wir wohl zu früh ins Tierwohl investiert !Es scheiterte am nicht vorhandenen Laufhof für das "Jungvieh". Die Definition läßt mich stark an der Fachkompetenz der Verfasser der Richtlinien zweifeln, Nachfragen dazu werden nicht beantwortet. Als die Diskussionen lebhafter wurden, verstieg sich die Vertreterin des Vereins dazu, über Bio zu lästern und eben die Formulierung : "Unser Ziel ist die ganzjährige Freilandhaltung". Das Ende Januar zur vierten Dauerfrostwoche!! Ich erlaubte mir, an Molkerei, QAL Bayern, und DTSB im Nachgang zur fachlichen Klärung aus dem Buch "Gras Dich fit", S.113ff zu zitieren. Ergebnis: Die QAL Bayern teilte uns vor Einreichungsfrist des Eigenchecks mit, daß der DTSB ihnen mitgeteilt habe, wir wollen nicht mehr mitmachen und somit Korrekturmaßnahmen entfallen. Die Molkerei auf Tauchstation. Viereinhalb Stunden wühlten die Damen in sämtlichen Unterlagen herum, aber die Faxnummer auf der Visitenkarte führt ins Nirwana, ein Einschreiben zum Widerruf der Dateneinsicht ebenfalls, und in der ganzen Richtlinie findet sich keine Anschrift des DTSB! Jeder möge sich sein eigenes Urteil bilden. Aber ich möchte auch dringend meine Kollegen warnen, Schlachttiere vorsätzlich zu besamen (zur besseren Fleischzunahme), denn dieser Skandal hat uns das wohl beschert, daß sich wieder ein Verein mehr berufen fühlt, uns was beizubringen, und an Audits und Lizenzierung mitzu verdienen! Auf der Homepage wirbt der DTSB ziemlich ungeniert um Vermächtnisse in Testamenten. Soweit mein Diskussionsbeitrag.

Name: ThomasE antwortet um 19-03-2017 21:34 auf diesen Beitrag
Wird die Landwirtschaft vom Handel ausgenützt?
Ja die Landwirtschaft wird vom Handel immer mehr ausgenützt. Aber auch die Bauern sind daran mit Schuld, da sie sich vom Handel erpressen lassen und nicht auf die Barrikaden steigen. und unsere Bauernvertreter lassen uns sowieso in Stich. Außer ein paar Lippenbekenntnissen ist von ihnen nichts zu hören.
Zuerst drückten die Handelskonzerne soweit die Preise, bis die Bauern nur mehr zu den billigsten Konditionen produzieren können, dann auf einmal stellt der Handel an die ausgehungerten Bauern immer größere Anforderungen in Punkto Umwelt- und Tierschutz. Zahlen sollen dies die ausgehungerten Bauern, denn der Handel zahlt trotzt höherer Forderungen keine höheren Preise. Viele Bauern haben keine geeigneten Austriebsmöglichkeiten oder müssen ihre Betriebe um viel Geld, das sie nicht zur Verfügung haben aussiedeln.
Etwas Geschichtsunterricht: Aufgrund von vielen aufeinanderfolgenden Hungersnöten auch aufgrund des ganzjährigen Weidegangs der Nutztiere im ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts führte Kaiser Joseph I. (Sohn von Maria Theresia), die Ganzjahresstallhaltung ein. Die Begründung war, wenn die Bauern das Futter zu den Tieren bringen, wird von den Tieren weniger zertreten und die Bauern können mehr Tiere von der gleichen Fläche füttern. Siehe da: dieses System hat sich bis heute bewährt.

Jetzt wo allein in Österreich seit 1953 weit über eine Million Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche weniger zur Verfügung stehen, fordern die Handelskonzerne die Ganzjahresfreilandhaltung aller landwirtschaftlichen Nutztiere.

Der größte Unfug ist die Freilandschweinehaltung. Wer nur im Fernsehen von den Freilandschweinen verwüstete Flächen gesehen hat, kommt zum Schluß: Freilandschweinehaltung gehört verboten.

LG
Thomas

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