Bauernmärkte: Arbeiterkammer macht falsche Vergleiche

Der von der Arbeiterkammer angeprangerte Preisunterschied bei heimischen Äpfeln ist falsch. Der Grund: Die Arbeiterkammer vergleicht auf Bauernmärkten unterschiedliche Qualitäten, konkret Kochobst mit Bio-Tafelobst.
Das ist unzulässig, weil nur die Preise von Kochobst mit Kochobst und von Bio-Tafelobst mit Bio-Tafelobst verglichen werden kann. „Diese unseriösen Preisvergleiche verunsichern die Grazerinnen und Grazer, aber auch die qualitätsorientierten Bauern“, betont Grete Reichsthaler, Direktvermarktungs-Referentin der steirischen Landwirtschaftskammer. Und weiter: „Würde die Arbeiterkammer richtige Preisvergleiche machen, würde sich zeigen, dass seit Jahren die Produktpreise stabil sind.“

Keine Lockangebote auf Bauernmärkten
Unrichtig ist weiters die Behauptung der Arbeiterkammer, dass es auf den Bauernmärkten Lockangebote gebe. „Auf Bauernmärkten gibt es keine Lockangebote“, sagt Reichsthaler, die erhobenen Preisunterschiede bei Obst und Gemüse sind saisonal bedingt. Und weiter: „Es ist logisch, dass zur Haupterntezeit Obst und Gemüse billiger sind als zu Saisonbeginn, wenn das Angebot noch knapp ist.“

Konsumenten haben Recht auf seriösen Preisvergleich
„Da derartige Preisvergleiche Image schädigend sind, verlangt die Landwirtschaftskammer: „Die Grazerinnen und Grazer haben ein Recht auf einen wirklich seriösen Preisvergleich.“


Aktualisiert am: 21.11.2008 10:40
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