Bauernbund: Heimisch kaufen – Bauern legen „die Karten auf den Tisch“

Die Kampagne „Heimisch kaufen“ wird noch bis Herbst weiter geführt, und im Rahmen dieser Kampagne sollen die Konsumenten intensiv über die Vorzüge des Kaufs regionaler Produkte informiert werden. Denn „Der Konsument als Partner entscheidet über die bäuerlichen Arbeitsplätze“ stellte BB-Landesobmann ÖR Gerhard Wlodkowski bei der Auftaktveranstaltung zum 3. Tag der steirischen Bauern in Graz fest.
Warben anlässlich des  3. Tag der Steirischen Bauern in Graz für heimische Produkte (vl): LR Johann Seitinger, LH-Stv. Hermann Schützenhöfer, BB-Landesobmann ÖR Gerhard Wlodkowski und BB-Direktor Franz Tonner.
Warben anlässlich des 3. Tag der Steirischen Bauern in Graz für heimische Produkte (vl): LR Johann Seitinger, LH-Stv. Hermann Schützenhöfer, BB-Landesobmann ÖR Gerhard Wlodkowski und BB-Direktor Franz Tonner.
Die Steiermark kann stolz auf ihre heimische bäuerliche Produktion sein, denn bei der Verleihung der Genusskronen in Wien gingen 6 der begehrten Trophäen in die Grüne Mark. Bei den Konsumenten sei nun wichtig, so Wlodkowski, auch das Bewusstsein zu stärken, welche Leistungen mit der Landwirtschaft verbunden seien. Heimisch kaufen erhält die heimischen Bauernhöfe und damit die Regionen – auch wenn der Strukturwandel weiter gehe und das Höhesterben nicht nur eine Frage des Einkommens, sondern auch der fehlenden Hofnachfolge sei.

Schützenhöfer betont Kulinarik und Tourismus
Die Steiermark ist laut LH-Stv. Hermann Schützenhöfer Österreichs Urlaubsland Nr. 1, sowohl im Sommer- als auch im Wintertourismus zeigen die Zahlen – immer noch – nach oben. Das liege nicht nur an der landschaftlichen Schönheit – auch ein Produkt aus Bauernhand, sondern auch an den kulinarischen Genussmöglichkeiten: Von der Brettljause bis zum 4-Hauben-Menus ist alles möglich. Der Konsument sei durchaus bereit etwas mehr auf den Tisch zu legen, wenn er sicher sein kann: Wo Steiermark drauf steht, ist auch Steiermark drin.

Auch Seitinger setzt auf kulinarische Schatztruhe
Wein, Kernöl, Fleisch, Apfel – das sind laut LR Johann Seitinger die imageträchtigen typischen Produkte der Steiermark. An diesen Produkten hat das Marketing die Qualität in den Vordergrund zu stellen, die Produktion muss mit Tourismus und den Gästen vernetzt werden. Kleine Direktvermarkter seien dazu natürlich nur begrenzt in der Lage, für die große Marktbeschickung und nachhaltige Bewusstseinsbildung seien Kampagnen wie z.B. „heimisch kaufen“ wichtig.
Jede der 3 Wenden (Energiewende, Ernährungswende, Sozialwende) biete der Landwirtschaft große Chancen: Energie in Form nachwachsender Rohstoffe und Bioenergie, bei der Ernährung durch Produkte, die mehr können als nur satt machen. Der gesundheitliche (und damit auch der volkswirtschaftliche) Aspekt der Ernährung rücke immer mehr in den Vordergrund, und hier komme wieder die hohe Qualität der heimischen Produkte zum Tragen. Was die soziale Wende betrifft: An den heimischen land- und hauswirtschaftlichen Fachschulen werden Bauern und Bäuerinnen mit hoher sozialer Kompetenz ausgebildet, so dass sich insgesamt gute Zukunftschancen für die heimischen Bauern ergeben.


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Aktualisiert am: 16.06.2010 17:19
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