Bauern fordern höheren Erzeugermilchpreis

Den heimischen Bauern muss für Frischmilch ein höherer Erzeugermilchpreis bezahlt werden, verlangt Fritz Zöhrer, Vorsitzender des milchwirtschaftlichen Beirates in der steirischen Landwirtschaftskammer.
Die Einkommenssituation der rund 8 000 steirischen Milchbauern ist schon seit Jahren angespannt. Dazu kommt, dass im vergangenen Milchwirtschaftsjahr die Produktions- und insbesondere die Energiekosten massiv gestiegen sind. „Deshalb verlangen die heimischen Milchbauern die volle Abgeltung dieser Mehrkosten“, verlangt Fritz Zöhrer, Vorsitzender des Milchwirtschaftlichen Beirates der steirischen Landwirtschaftskammer. Zöhrer begründet: „Ständig steigende Kosten bei sinkenden Erzeugerpreisen – diese Rechnung führt zum Zusperren der bäuerlichen Milchviehbetriebe“. Zöhrer fordert daher den Lebensmittelhandel in aller Deutlichkeit auf, den Molkereien und somit Bauern einen fairen Milchpreis zu zahlen.

Handelsketten sollen Taten statt Worte setzen.
Mit der Lebensmittel-Charta „Geschmack der Heimat“ haben die großen österreichischen Handelsketten den Bauern versprochen, vermehrt auf heimische Produkte zu setzen und einen fairen Preis zu zahlen. Fritz Zöhrer verlangt daher von den Lebensmittelketten nicht nur für länger haltbare Milch – sogenannte ESL-Milch – einen fairen Milchpreis zu bezahlen, sondern vor allem auch für die gesamte Frischmilchpalette.

Die steirischen Milch- und Rinderbauern leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Pflege der einzigartigen und unverwechselbaren steirischen Kulturlandschaft, die von der Gesellschaft besonders geschätzt wird. Sie bewirtschaften unter schwierigen und benachteiligten Bedingungen die steilen Hänge und hohen Almen. „Damit sie auch in Zukunft diese Leistungen für die Gesellschaft erbringen können, brauchen sie faire Erzeugermilchpreise“, schloss Zöhrer.


Aktualisiert am: 06.09.2006 08:59
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