Balfor Continental Schneidspaltautomat im Praxistest

Mit ihren preiswerten Schneidspaltautomaten sagt Balfor aus Italien den renommierten Herstellern den Kampf an. Doch erfüllen diese Geräte auch die Anforderungen im Profi-Einsatz? – Wir wollten es wissen und haben das zweitgrößte Modell einem Praxistest unterzogen.
Balfor Continental 480C - die italienische Brennholzfabrik.
Balfor Continental 480C - die italienische Brennholzfabrik.
Schneidspaltautomaten erfreuen sich bei Professionisten immer größerer Beliebtheit. Mit solchen Geräten kann man „grüne“ Holzstämme rationell zu ofenfertigen Scheitern verarbeiten. Diese trocknen dann in Gitterboxen, Jutesäcken oder atmungsaktiven Big Bags. Es ist die günstigste Art, ofenfertiges Brennholz zu machen. Brennholzautomaten ermöglichen im Vergleich zum herkömmlichen kräfteraubenden Holz spalten eine angenehme Körperhaltung. Die Schneid- und Spalteinrichtung ist rundum geschützt. Das reduziert die Verletzungsgefahr enorm. Der gesamte Arbeitsprozess „Schneiden, Spalten und Verladen“ ist automatisiert und wird von nur einer Person mit einem Joystick gesteuert.
Für unseren Praxistest stellte uns der Balfor-Importeur Klug aus Graz das Modell Continental 480C zur Verfügung. Balfor ist ein italienisches Familienunternehmen. Es hat seine Heimat südlich von Turin und produziert seit 1979 in erster Linie Maschinen für die Brennholzproduktion.

Geschnitten wird mit einer Kettensäge, bestehend aus einem Oregon Harvesterschwert mit einer Harvester Kettenteilung.
Geschnitten wird mit einer Kettensäge, bestehend aus einem Oregon Harvesterschwert mit einer Harvester Kettenteilung.
Zapfwelle oder Elektromotor
Die Ziffern in der Typenbezeichnung geben einen Hinweis auf den möglichen Stammdurchmesser. „480“ bedeutet, dass Stämme bis zu einem maximalen Durchmesser von 480 mm verarbeitet werden können. Daneben bietet Balfor auch noch die zwei kleineren Maschinen 380 und 400 sowie eine größere mit bis zu 600 mm Stammdurchmesser an. Die Spaltkraft variiert je nach Modell zwischen 10 und 30 Tonnen. Unser Testkandidat drückt laut Hersteller mit bis zu 22 Tonnen. Mit Ausnahme des Topmodells Continental 600 lassen sich alle Geräte an die Dreipunkthydraulik eines Traktors anbauen. Der „600er“ bringt rund sechs Tonnen Eigengewicht auf die Waage und hat deshalb ein eigenes Fahrgestell. Unser Testkandidat wiegt rund 1.600 kg. Wem auch das zu schwer ist, der kann optional auch für den „480er“ ein Fahrwerk ordern.
Die gesamte Maschine funktioniert hydraulisch. Die bordeigene Hydraulikanlage treibt wahlweise die Zapfwelle oder ein Elektromotor an: „C“ in der Typenbezeichnung steht für Zapfwelle, „ET“ für Elektromotor. Es gibt auch kombinierte Antriebslösungen. Den Kraftbedarf beziffert der Hersteller mit rund 40 PS. Die Zapfwelle sollte mit rund 350 U/min rotieren.

Dieser optionale Zuführ-Hubtisch wird von der Hydraulik der Grundmaschine versorgt und gesteuert.
Dieser optionale Zuführ-Hubtisch wird von der Hydraulik der Grundmaschine versorgt und gesteuert.
Der Testkandidat
Unser zapfwellenbetriebenes Dreipunktgerät „Continental 480C“ ist kompakt gebaut, lässt sich schnell zum Einsatzort bringen und ist in wenigen Minuten startklar. Nur Zuführ- und Verladeband müssen in Stellung gebracht werden. Letzteres ist vier Meter lang und 45 cm breit. Es wird hydraulisch gespannt und mit einer mechanischen Winde in der Neigung verstellt. Die Überladehöhe beträgt etwa zwei Meter. Die Geschwindigkeit des Bandes lässt sich mit einer Öldrossel verstellen. Mit zwei Knöpfen am Joystick kann es nach links und rechts geschwenkt werden.

LANDWIRT Ausgabe 10/2018
Wie es uns bei der Arbeit mit diesem Schneidspaltautomat ergangen ist, wie sie die Maschine rationell mit einem Zuführtisch beschicken können, welche Wehwehchen aufgetreten sind und was der Continental 480C kostet, erfahren Sie in der LANDWIRT Ausgabe 10/2018.

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Aktualisiert am: 11.05.2018 17:31