Bäuerinnen des Jahres 2009

Landwirtschaftsminister DI Niki Berlakovich zeichnet Gewinnerinnen des Wettbewerbs "Die Bäuerinnen des Jahres 2009" aus.
Im Bild vlnr.: Anna Wieselthaler (Wien), Niki Berlakovich (Landwirtschaftsminister), Burgi Gfrerer (Salzburg), Sonja Huber (Oberösterreich).
Im Bild vlnr.: Anna Wieselthaler (Wien), Niki Berlakovich (Landwirtschaftsminister), Burgi Gfrerer (Salzburg), Sonja Huber (Oberösterreich).
Ländlich, engagiert und außergewöhnlich. Das waren die Vorgaben für die Teilnahme an diesem vom Lebensministerium ausgerufenen Wettbewerb. 150 Bäuerinnen haben Projekte eingereicht, die das Leben am Hof lebenswert erhalten. "Ich bin begeistert von den vielen innovativen Projekten", urteilt Landwirtschaftsminister DI Niki Berlakovich in einer ersten Reaktion. "Unsere Bäuerinnen lassen sich Großartiges einfallen, um den Betrieb abzusichern."

Der Landwirtschaftsminister zeichnete im Palmenhaus Schönbrunn die besten dieser Konzepte aus, die eine achtköpfige Jury unter Vorsitz von DI Brigitte Mang (Direktorin Bundesgärten Wien-Innsbruck) ausgewählt hat. Die drei Gewinnerinnen erhalten je 3.000 Euro.

Kategorie Wirtschaft und Innovation
Sonja Huber aus Schiedlberg, Oberösterreich, ist mit ihren "Bestleitner Wildhendln" Preisträgerin in der Kategorie "Wirtschaft und Innovation." Die rückläufigen Erzeugerpreise in der Schweinemast und in der Getreideproduktion haben eine Neu-Orientierung auf dem gemischten Ackerbaubetrieb notwendig gemacht. Der Mut zur erfolgreichen Umstellung des Betriebs und das innovative Produkt waren die Hauptgründe für die Auszeichnung.
Sonja Huber entwickelt ständig neue Produkte. Die Spezialitäten werden nur ab Hof an die gehobene Gastronomie, Seminarhotels und den Lebensmitteleinzelhandel verkauft.

Kategorie Soziales und Gesellschaft
Anna Wieselthaler von einem Acker- und Weinbaubetrieb aus Wien
konnte die Jury mit ihrem "Oberlaaer Bauernadvent" überzeugen. Diesen
hat sie ins Leben gerufen, um mit dem Erlös die Behinderteneinrichtung "Dorfgemeinschaft Breitenfurt" zuunterstützen. Seit sechs Jahren findet die Veranstaltung auf dem eigenen Betrieb statt und konnte allein im letzten Jahr 600 Besucher anlocken. Auch für die Renovierung und Pflege der "Fieberkapelle" sowie die Schaffung und Pflege eines neuen Bildstocks zeichnet Anna Wieselthaler verantwortlich. Ihre Jahresfeste für die gesamte
Gemeinde bringen finanzielle Mittel für soziale Zwecke ein. So wird nicht nur wertvolles Kulturgut erhalten, sondern gleichzeitig der Bauernhof als Ort der Kommunikation für die landwirtschaftliche und nicht-landwirtschaftliche Bevölkerung etabliert. Das hohe soziale Engagement für eine Behinderteneinrichtung sowie die Strahlkraft des Hofes auf die umliegende Bevölkerung waren Hauptgründe für die Verleihung der Auszeichnung an Anna Wieselthaler.

Kategorie Kunst und Brauchtum
Burgi Gfrerer aus Salzburg hat die Jury mit ihrer "Volkstanz und Schuhplattlergruppe Großarltal" überzeugt. Die Milchbäuerin mit drei Kindern initiierte eine Kindervolkstanzgruppe und fand damit sofort großen Anklang bei jungen Familien: Auf Anhieb meldeten sich 50 Kinder im Alter zwischen 5 und 12 Jahren zum Mitmachen. Nach einem Jahr intensiver Probenarbeiten gründeten sie 2005 ihren Volkstanzverein. Nicht genug damit - auch Vereinstrachten wurden für alle TeilnehmerInnen unter Anleitung von Trachtenschneiderinnen genäht. Burgi Gfrerer organisierte auch die dafür erforderlichen finanziellen Mittel von diversen Stellen.
Seither gibt es viele öffentliche Auftritte zu Festen und Feiern. So wird heimisches Brauchtum mit Elan am Leben erhalten und direkt mit viel Freude an die junge Generation weitergegeben. Dieser Einsatz von Burgi Gferer wird nun ausgezeichnet.


Aktualisiert am: 23.11.2009 13:25
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