BIO AUSTRIA: Gentechnik hat in (Ober)österreich nichts verloren!

„Der Anti-Gentechnik-Kurs muss in Oberösterreich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln fortgesetzt werden“ – zeigt sich Mag. Martin Tragler, Obmann der oberösterreichischen Biobäuerinnen und Biobauern in einer ersten Stellungnahme zum EUGH-Urteil kämpferisch.
Martin Tragler will Oberösterreich weiter gentechnik-frei halten.
Martin Tragler will Oberösterreich weiter gentechnik-frei halten.
Das Land Oberösterreich hatte ein generelles Verbot für den Anbau von Gentech-Pflanzen erlassen, das nun mit dem EUGH-Urteil letztinstanzlich als nicht rechtskonform abgelehnt wurde. Zusätzlich hat Oberösterreich ein Gentechnik-Vorsorgegesetz in Kraft gesetzt, welches zwar den Anbau nicht generell verbietet, diesen jedoch nur unter strengen Auflagen zulässt. Dieses Gesetz wurde bereits seitens der EU genehmigt.

„Unser gemeinsames oberstes Ziel muss es sein, Oberösterreichs Landwirtschaft auch weiterhin frei von Gentechnik zu halten. Egal ob in der Lebensmittelerzeugung oder Energieproduktion – Gentechnik hat auf Oberösterreichs Feldern nichts verloren! Das Gentechnik-Vorsorgegesetz und nationale Importverbote sind dafür zentrale Instrumente“ – so Mag. Tragler weiter.

„Aktuell ist der Anbau von Gentech-Pflanzen in Österreich nicht erlaubt, weil alle EU-weiten Zulassungen national wieder verboten wurden. Solange das Koexistenz-Problem nicht gelöst ist und die Mitgliedstaaten nicht das Recht haben, gentechnik-freie Zonen einzurichten, muss der gemeinsame, oberösterreichische Anti-Gentechnik-Kurs mit aller Konsequenz von der Landwirtschaft, Politik und Bevölkerung fortgesetzt werden.“ – so Mag. Martin Tragler abschließend.


Aktualisiert am: 18.09.2007 17:06
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