BIO AUSTRIA Bauerntage 2010: Bestandsaufnahme in Europas Bio-Land Nummer 1

Die sechsten BIO AUSTRIA Bauerntage vom 25.-27.01. 2010 in Puchberg bei Wels standen ganz im Zeichen des diesjährigen Mottos „Wir schauen aufs Ganze“.
Die Vielfalt der Bio-Betriebe - vom Selbstversorger im Mühlviertel bis hin zum großen Ackerbauern im Burgenland, vom direkt vermarktenden Grünlandbetrieb in Salzburg bis zum Obstbaubetrieb in der Steiermark – kam beim Bio-Bauerntag voll zur Geltung
Die Vielfalt der Bio-Betriebe - vom Selbstversorger im Mühlviertel bis hin zum großen Ackerbauern im Burgenland, vom direkt vermarktenden Grünlandbetrieb in Salzburg bis zum Obstbaubetrieb in der Steiermark – kam beim Bio-Bauerntag voll zur Geltung
2009 wurden in Österreich 17,5 % der Flächen biologisch bewirtschaftet, Österreich ist damit innerhalb der EU auch dank entsprechender politicher Unterstützung das Bio-Land Nummer 1. Für 2010 wird mit einem Zuwachs um mehr als 20.000 Hektar gerechnet, womit der Bio-Anteil auf über 18 % steigen wird. Obmann Rudi Vierbauch begrüßte diese Entwicklung und wies darauf hin, dass damit die Potenziale der biologischen Landwirtschaft, neben hochqualitativen Lebensmitteln öffentliche Güter wie Schutz des Klimas und der Biodiversität zur Verfügung zu stellen, bei Weitem noch nicht ausgeschöpft sind. Er formulierte, dass es höchste Zeit ist, dass der Funke der Begeisterung für biologische Landwirtschaft und deren Produkte auch auf die Wirtschaft überspringt und damit auch die ökonomische Säule für die biologische Landwirtschaft gestärkt wird.

Ökologische Mehrleistungen gehören abgegolten
Bundesminister Berlakovich unterstrich den schonenden Umgang der biologischen Landwirtschaft mit den Ressourcen und deren Beitrag für Lebensmittelqualität und Klimaschutz. Diese ökologischen Mehrleistungen gehören laut Minister Berlakovich daher abgegolten. Heftig diskutiert wurde, dass bis 2013 generell keine neuen Förder-Verpflichtungen eingegangen werden, d.h. Neueinsteiger in Bio keine Bio-Förderung beanspruchen können. Die Förderung für bestehende Bio-Betriebe und unter definierten Bedingungen auch deren Flächenzuwächse in den nächsten Jahren ist jedoch gesichert.

„Das Ganze“ umspannt Biohof und Gesellschaft
Trotz der Unterschiedlichkeit der verschiedenen Bio-Betriebe zeigte sich der gemeinsame Geist der Bio-Bewegung: Persönlicher Erfolg definiert sich nicht nur über Leistung und Einkommen, sondern auch über Lebensqualität, die mit Freude an der Arbeit, mit Beziehung zu Tieren, Pflanzen und Boden sowie „Zeithaben“ für sich selbst zu tun hat.
Das Motto sich bezieht auch auf die gesamte österreichische Bio-Bewegung, denn nur gemeinsam mit einer entsprechenden Agrarpolitik, der Unterstützung des Handels und der Entscheidung der Konsumenten ist der erfolgreiche Weg der österreichischen Biobauern konsequent fortzusetzen.


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Aktualisiert am: 01.02.2010 15:16
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