BIO AUSTRIA – Niederösterreich und Wien: DI Karl Erlach neuer Obmann

Am 29. März 2008 wurde DI Karl Erlach im Rahmen der Landesvollversammlung von BIO AUSTRIA- Niederösterreich und Wien zum neuen Obmann gewählt. Der Biobauer mit Leib und Seele vertritt damit die agrar- und marktpolitischen Anliegen der 3.475 niederösterreichischen BIO AUSTRIA Biobäuerinnen und Biobauern.
Der neue Obmann DI Karl Erlach bei seinen Mutterkühen.
Der neue Obmann DI Karl Erlach bei seinen Mutterkühen.
Der 46-jährige „Raxbauer“ Karl Erlach engagiert sich bereits seit 1987 für die Anliegen der niederösterreichischen Biobäuerinnen und Biobauern. Von November 2004 bis März 2008 fungierte er als Geschäftsführer von BIO AUSTRIA – Niederösterreich und Wien. Agrarpolitische Kompetenz beweist DI Erlach in bundesweiten Fachgremien wie u.a. im österreichischen Lebensmittelcodex (UK Bio).
Die Familie Erlach bewirtschaftet in Reichenau/Rax einen 40 Hektar großen Biobetrieb mit 50 Rindern (Mutterkuhherde), 650 Legehennen, 350 Truthühnern und 200 Kaninchen.

Niederösterreich – die treibende Kraft in Österreichs Biolandbau
Gab es noch im Jahr 1980 lediglich 18 Biobetriebe in Niederösterreich, so setzen heute bereits 4.320 Biobauern auf eine konsequente Ökologisierung der niederösterreichischen Landwirtschaft. Sowohl bei den Betriebszahlen als auch bei der Flächenbewirtschaftung – 118.750 Hektar ohne Almen und Bergmähder - ist Niederösterreich in absoluten Zahlen das Bioland Nr. 1 in Österreich. Nahezu 1/3 der gesamten, in Österreich biologisch bewirtschafteten Fläche (371.252), liegt in Niederösterreich. Über 20% aller österreichischen Biobetriebe (20.201) sind in Niederösterreich beheimatet.

Bio-Produkte mit höchsten Qualitätsanforderungen
Als absolute Österreich-Premiere reifen heuer in Niederösterreich Bio-Zuckerrüben heran. Mit einem Bio-Sojabohnenprojekt ist Niederösterreich ebenfalls ein innovativer Vorreiter. Im Fleisch- und Geflügelbereich werden mit biologischen Kaninchen, Lämmern, Enten und Gänsen sowie zukünftig auch Perlhühnern und Wachteln neue Marktnischen erschlossen.

Aktuelle Fakten:
Biolandbau ernährt die Welt

  • Die Weltbevölkerung steigt von heute 6,8 Milliarden auf 9 Milliarden im Jahr 2025.
  • 60 % der Ökosystemleistungen sind wegen der Nahrungsmittelproduktion degradiert
  • 30 % der fruchtbaren Böden wurden von 1950 bis 1990 durch Erosion zerstört. Aktuelle jährliche Verluste: 10 Millionen Hektar pro Jahr.
  • Die Landwirtschaft ist sehr energieintensiv. Sie könnte (sie müsste) aber autark sein.
  • Die Anpassungsfähigkeit der Landwirtschaft an den Klimawandel ist ungenügend und im südlichen Afrika und Asien sogar sehr schlecht.
  • Biolandbau kann die Welt ernähren, da die Flächen aufgrund von Bodengesundung in der Produktion gehalten werden und nicht erodieren. Von 1950 gingen 30 % der Ackerflächen aufgrund von Erosionen verloren.
  • In der Südlichen Hemisphäre sind die Erträge im Biolandbau aufgrund des Humusaufbaues höher als in der herkömmlichen Bewirtschaftungsweise. Dort wo die Nahrungsmittel am meisten gebraucht werden.
  • In der Nördlichen Hemisphäre liegen die Erträge im Durchschnitt bei 80 % der herkömmlichen Landwirtschaft.



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Aktualisiert am: 11.06.2008 17:05
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